Am Montag, dem 3. August, wird um 16 Uhr in der Unteren Wandelhalle des Neuen Rathauses eine Ausstellung über das Leben von Menschen mit Behinderungen in Kriegsgebieten eröffnet. Begleitet wird die Eröffnung von einem fachlichen Vortrag.

Flucht ist nicht für alle gleichermaßen möglich

Menschen mit eingeschränkter Mobilität können Schutzräume oder Transportmittel häufig nicht ohne Hilfe erreichen. Blinde und gehörlose Menschen sind zudem auf barrierefreie Warnungen und Informationen angewiesen.

Fallen Strom, Pflegeangebote oder medizinische Versorgung aus, verschärft sich ihre Lage zusätzlich.

Persönliche Geschichten statt abstrakter Zahlen

Die Ausstellung setzt auf Fotografien und Berichte betroffener Menschen. Dadurch werden die Folgen bewaffneter Konflikte nicht nur statistisch dargestellt.

Die Besucher erhalten Einblicke in Alltagssituationen, Flucht, Versorgung und die Suche nach Schutz.

Barrierefreiheit gehört zum Katastrophenschutz

Die Ausstellung richtet sich nicht nur an Menschen, die sich bereits mit Inklusion beschäftigen. Sie wirft auch Fragen an Behörden und Hilfsorganisationen auf.

Evakuierungspläne, Notunterkünfte und Warnsysteme müssen so gestaltet sein, dass sie Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen erreichen.

Neues Rathaus wird zum Ausstellungsort

Die Untere Wandelhalle bietet einen öffentlich zugänglichen Raum mitten in der Stadtverwaltung. Damit kann die Ausstellung auch Menschen erreichen, die nicht gezielt ein Museum besuchen würden.

Die Eröffnung wird von der kommunalen Beauftragten für Menschen mit Behinderungen begleitet.

Quellen

Stadt Leipzig, Ankündigung der Ausstellung über Menschen mit Behinderungen in Kriegsgebieten, veröffentlicht am 29. Juli 2026.

Kommunale Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der Stadt Leipzig, Informationen zur Eröffnung am 3. August 2026.