Fernsehgeschichte, Theatererlebnisse und ein Leben auf und hinter der Bühne stehen beim dritten Storkower Schäferstündchen im Mittelpunkt. Am Dienstag, dem 1. September 2026, begrüßt Alexander G. Schäfer um 15 Uhr die Schauspielerin Heidi Weigelt im Großen Saal der Burg Storkow. Unter dem Titel „UnRuhestand“ soll es um prägende Stationen ihrer jahrzehntelangen Karriere und ihre heutigen Projekte gehen.
Mit seiner Interviewreihe lädt Alexander G. Schäfer bekannte Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Sport nach Storkow ein. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur berufliche Erfolge, sondern auch persönliche Erinnerungen und besondere Wegstationen.
Vom sächsischen Blumroda auf die Bühne
Heidi Weigelt wurde im sächsischen Blumroda geboren. Der Ort musste in den 1950er-Jahren dem Braunkohletagebau weichen.
Später studierte sie Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin sowie Kultur- und Theaterwissenschaften an der Humboldt-Universität.
Ihre berufliche Laufbahn begann am Staatstheater Dresden. Schon bald folgte der Wechsel zum Fernsehen und später nach Berlin.
Millionen Zuschauer kannten sie aus dem „Wunschbriefkasten“
In den folgenden Jahren wirkte Weigelt nach Angaben des Veranstalters in rund 50 Fernsehspielen, Filmen, Shows und Unterhaltungssendungen mit.
Besonders große Popularität erlangte sie durch die Fernsehsendung „Der Wunschbriefkasten“. Von 1973 bis 1990 präsentierte sie das Format gemeinsam mit Lutz Jahoda.
Beim Schäferstündchen soll diese Zeit einen wichtigen Teil des Gesprächs bilden. Dabei dürfte es auch um die Besonderheiten des DDR-Fernsehens und die enorme Bekanntheit gehen, die Weigelt mit der Sendung erreichte.
Später folgten „Liebling Kreuzberg“ und GZSZ
Auch nach der deutschen Wiedervereinigung blieb Heidi Weigelt im Fernsehen und auf der Bühne präsent.
Sie übernahm Rollen in bekannten Fernsehserien, darunter „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und „Liebling Kreuzberg“. Gleichzeitig führten sie zahlreiche Theatergastspiele auf unterschiedliche Bühnen.
Damit blieb sie sowohl dem Fernsehen als auch ihrer ursprünglichen künstlerischen Heimat, dem Theater, verbunden.
„Möhrchen“ machte sie bundesweit bekannt
Eine ihrer bekanntesten Rollen übernahm Heidi Weigelt ab 1997.
In der RTL-Serie „Hinter Gittern“ spielte sie die Sekretärin Sybille Mohr, genannt „Möhrchen“. Die Figur verkörperte sie bis 2007.
Die Justizserie verschaffte der Schauspielerin noch einmal ein großes bundesweites Publikum. Nach dem Ende ihrer Zeit bei „Hinter Gittern“ arbeitete sie wieder verstärkt am Theater und war unter anderem auf Bühnen in Dresden, Leipzig und Chemnitz zu erleben.
Gespräch über Karriere und aktuelle Projekte
Beim Storkower Schäferstündchen soll es jedoch nicht nur um Erinnerungen gehen.
Alexander G. Schäfer möchte mit Heidi Weigelt auch über ihre aktuelle Arbeit und darüber sprechen, wie sie ihren heutigen „UnRuhestand“ gestaltet.
Auf dem Programm stehen Erinnerungen an den „Wunschbriefkasten“, Geschichten von den Dreharbeiten zu „Hinter Gittern“, Erfahrungen aus ihrer Theater- und Fernseharbeit sowie aktuelle Projekte.
Damit verspricht der Nachmittag einen persönlichen Blick auf mehrere Jahrzehnte deutsch-deutscher Fernseh- und Theatergeschichte.
Tickets kosten im Vorverkauf zehn Euro
Das dritte Storkower Schäferstündchen beginnt am 1. September um 15 Uhr im Großen Saal der Burg Storkow.
Tickets kosten im Vorverkauf 10 Euro.
Erhältlich sind die Eintrittskarten online über Reservix, in der Gäste-Information der Burg Storkow sowie an den Vorverkaufsstellen der Region.
Quellen
Burg Storkow – Presseinformation zum dritten Storkower Schäferstündchen