Vor 30 Jahren wurde aus dem früheren DDR-Grenzübergang Marienborn ein Erinnerungsort. Heute feiert die Gedenkstätte Deutsche Teilung ihr Jubiläum, während Zeitzeugen, Musiker und Initiativen an Teilung, Diktatur und deutsche Einheit erinnern.

Gedenkstätte Marienborn feiert heute ihr 30-jähriges Bestehen

Das Sommerfest „Erinnern!“ beginnt am Samstag um 12 Uhr und läuft bis 22 Uhr. Anlass ist das 30-jährige Bestehen der Gedenkstätte.

Sie wurde am 13. August 1996 auf dem Gelände der ehemaligen Grenzübergangsstelle eröffnet. Der Eintritt zum Jubiläumsfest ist kostenlos.

Marienborn war größter Grenzübergang der DDR

Die frühere Grenzübergangsstelle gehörte zu den wichtigsten Kontrollpunkten an der innerdeutschen Grenze. Sie lag an der Autobahn zwischen Berlin und Hannover und war Teil des weitreichenden DDR-Grenzsicherungssystems.

Nach dem Ende der DDR entwickelte sich das Gelände zu einem Ort der historischen Vermittlung. Heute erinnert die Anlage an Kontrolle, politische Teilung und die Erfahrungen der Menschen zwischen Ost und West.

Zeitzeugen berichten über deutsche Teilung in Marienborn

Zum Jubiläum präsentieren sich Initiativen und Einrichtungen aus Erinnerungskultur, Demokratiebildung und Menschenrechtsarbeit. Gespräche mit Zeitzeugen sollen persönliche Erfahrungen aus der Zeit der deutschen Teilung vermitteln.

Um 14 Uhr steht eine Konzertlesung mit Stephan Krawczyk auf dem Programm. Um 15 Uhr folgen Projektpräsentationen.

KEIMZEIT spielt zum Jubiläum der Gedenkstätte Marienborn

Ab 17 Uhr treten junge Bands aus der Region auf. Um 19 Uhr beginnt ein Konzert mit der Band KEIMZEIT.

Das Jubiläum verbindet damit historische Erinnerung mit Kultur und Begegnung. Aus dem früheren Ort staatlicher Kontrolle ist in drei Jahrzehnten ein öffentlich zugänglicher Erinnerungs- und Bildungsort geworden.

Quelle: Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt.