Das Thüringenderby zwischen Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt hat am Sonntag nicht nur sportlich für große Aufmerksamkeit gesorgt. Tausende Anhänger beider Vereine reisten mit der Bahn an. Die Bundespolizei zieht am Ende eine weitgehend ruhige Bilanz – musste in Weimar allerdings wegen eines Vorfalls zwischen rivalisierenden Fangruppen einschreiten.

Das ausverkaufte Derby zog mehr als 12.000 Zuschauer in das Jenaer Stadion.

Ein erheblicher Teil der Fans nutzte öffentliche Verkehrsmittel für die Anreise.

Die Polizei hatte sich deshalb bereits im Vorfeld auf größere Fangruppen vorbereitet.

Zwischenfall am Bahnhof Weimar

Zu einem strafrechtlich relevanten Vorfall kam es in Weimar.

Dort sollen zwei Anhänger aus Erfurt versucht haben, einer Gruppe von Jenaer Fans Fanutensilien abzunehmen.

Bundespolizisten verhinderten dies.

Ein 22-jähriger Gastfan soll anschließend eine Flasche in Richtung der gegnerischen Gruppe geworfen haben.

Der Mann konnte identifiziert werden.

Ermittlungen wegen versuchten Raubes

Die Bundespolizei ermittelt unter anderem wegen versuchten Raubes und gefährlicher Körperverletzung.

Größere Auseinandersetzungen während der Bahnreise blieben nach der bisherigen Bilanz jedoch aus.

Die rivalisierenden Fangruppen konnten weitgehend getrennt werden.

Das ist insbesondere bei Begegnungen zwischen Jena und Erfurt von Bedeutung.

Das Thüringenderby gilt seit Jahren als eines der sicherheitsrelevantesten Fußballspiele des Landes.

Erfurt gewinnt auch sportlich

Auf dem Rasen setzte sich Rot-Weiß Erfurt mit 2:1 durch.

Rund 12.000 Zuschauer erlebten den Auswärtssieg im Ernst-Abbe-Sportfeld.

Damit übernahm Erfurt nach dem erfolgreichen Saisonstart zugleich die Tabellenführung der Regionalliga Nordost.

Aus polizeilicher Sicht dürfte jedoch entscheidender sein, dass die große Zahl anreisender Fans am Ende nicht zu den befürchteten größeren Ausschreitungen führte.

Quellen

Bundespolizei – Bilanz der Bahnanreise zum Thüringenderby