Sachsen-Anhalts Industrie hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 23,8 Milliarden Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 5,8 Prozent. Gleichzeitig sank die Zahl der tätigen Personen um drei Prozent auf 100.752, obwohl die Unternehmen deutlich mehr Umsatz erwirtschafteten.

Industrieumsatz in Sachsen-Anhalt steigt um 5,8 Prozent

Die Zahlen erfassen 578 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden. Berücksichtigt werden Unternehmen mit mindestens 50 tätigen Personen.

Der Gesamtumsatz erreichte von Januar bis Juni 23,8 Milliarden Euro. Damit steht auf den ersten Blick ein deutliches Wachstum gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.

Beschäftigung in Sachsen-Anhalts Industrie sinkt

Während die Umsätze zunahmen, entwickelte sich die Beschäftigung in die andere Richtung. Die Zahl der tätigen Personen sank innerhalb eines Jahres um drei Prozent auf 100.752.

Auch die Zahl der statistisch erfassten Betriebe ging gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um drei Prozent zurück. Die Statistik weist damit auf eine Entwicklung hin, bei der höhere nominale Umsätze nicht mit einer steigenden Beschäftigtenzahl einhergehen.

Preisbereinigt wächst die Industrie nur um 1,5 Prozent

Das Umsatzplus von 5,8 Prozent bildet die tatsächliche Produktionsentwicklung nur teilweise ab. Der preisbereinigte Volumenindex des Umsatzes stieg lediglich um 1,5 Prozent.

Das Statistische Landesamt führt die positive Umsatzentwicklung deshalb zu einem großen Teil auf Preissteigerungen zurück. Der Wertindex lag bei 117,7 Punkten und damit 6,4 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Export treibt Sachsen-Anhalts Industrieumsatz

Besonders kräftig entwickelte sich das Geschäft mit dem Ausland. Die Auslandsumsätze stiegen um 10,9 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro.

Im Inland erzielten die Industriebetriebe 15 Milliarden Euro und damit drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Exportquote erreichte im ersten Halbjahr 37,1 Prozent.

Auftragseingänge der Industrie legen ebenfalls zu

Auch bei den neuen Bestellungen verzeichnete Sachsen-Anhalts Industrie ein Plus. Die Auftragseingänge erreichten einen Wert von 10,1 Milliarden Euro und lagen damit 4,3 Prozent über dem ersten Halbjahr 2025.

Aus dem Inland kamen Aufträge im Wert von 5,3 Milliarden Euro, ein Anstieg um 2,3 Prozent. Die Bestellungen aus dem Ausland erhöhten sich um 6,6 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Preisbereinigt lag das Auftragsvolumen allerdings nur 1,5 Prozent über dem Vorjahreswert.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung Nr. 216/2026 vom 17. August 2026.