Ein wichtiger Impuls für die medizinische Erstversorgung im Landkreis Rostock: Das KMG Klinikum Güstrow steht vor einer umfassenden Modernisierung seiner zentralen Notaufnahme. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Großprojekt mit Fördermitteln in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Mit der Finanzspritze sollen sowohl die baulichen Strukturen erneuert als auch die logistischen Prozesse in der Akutmedizin grundlegend verbessert werden.

Die Notaufnahme des Güstrower Schwerpunktkrankenhauses ist rund um die Uhr die erste Anlaufstelle für medizinische Notfälle in der Region. Mit dem geplanten Umbau reagiert die Klinik auf steigende Patientenzahlen und veränderte Anforderungen an eine moderne Notfallmedizin.

Räumliche Trennung und moderne Triage-Systeme

Im Zentrum der Modernisierungsmaßnahmen steht eine vollständige Umgestaltung der Grundrisse und Funktionsbereiche. Ziel ist es, die Wege für Personal und Patienten effizienter zu gestalten und Wartezeiten spürbar zu verkürzen:

  • Erweiterter Anmelde- und Ersteinschätzungsbereich: Durch eine räumliche Neustrukturierung wird die sogenannte Triage – die Einteilung der Patienten nach der Schwere ihrer Erkrankung – direkt am Eingang optimiert. Schwerstkranke können so ohne Verzögerung in die Behandlungsräume geleitet werden.

  • Separater Bereich für den Rettungsdienst: Für die Besatzungen von Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeugen wird eine eigene Übergabezone geschaffen. Dies ermöglicht eine diskrete, schnelle Patientenkontakt-Übergabe ohne Überschneidungen mit Fußgänger-Notfällen.

  • Erneuerung der Schockräume: Die Räumlichkeiten für die Versorgung lebensbedrohlich verletzter oder erkrankter Menschen werden technisch auf den neuesten Stand gebracht und mit moderner Diagnostik versehen.

Mehr Komfort für Patienten, entlastende Abläufe fürs Team

Neben den medizinisch-technischen Aspekten profitieren auch Angehörige und Patienten von der Investition. Der Wartebereich wird modernisiert, um eine ruhigere und übersichtlichere Atmosphäre zu schaffen. Zudem verbessert die neue Raumaufteilung den Datenschutz und die Privatsphäre bei vertraulichen Anmeldegesprächen.

Für die Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte bringt die Umgestaltung deutliche ergonomische und organisatorische Erleichterungen. Klare Wegeführungen und modernisierte Dokumentationsarbeitsplätze entlasten das Team im hektischen Schichtalltag.

Zeitplan: Bauarbeiten bei laufendem Betrieb

Die Umbauarbeiten sollen zeitnah anlaufen und werden schrittweise in mehreren Bauabschnitten realisiert. Da die Notfallversorgung der Bevölkerung lückenlos aufrechterhalten werden muss, finden die Maßnahmen bei laufendem Klinikbetrieb statt. Durch eine ausgeklügelte Ausweichlogistik stellt das KMG Klinikum sicher, dass die Akutversorgung für die Bürgerinnen und Bürger in Güstrow und Umgebung während der gesamten Bauphase uneingeschränkt gewährleistet bleibt.

Quellen & Datenbasis

  • Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten / Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: Pressemitteilung zur Übergabe des Förderbescheids über 2,5 Millionen Euro an das KMG Klinikum Güstrow.

  • KMG Kliniken SE: Unternehmensmitteilung und Bauplanung zur Modernisierung der Zentralen Notaufnahme am Standort Güstrow.