Zwei Pritzwalker Grundschulen sind zum neuen Schuljahr mit neuen Tablets ausgestattet worden. Die Geräte, deren Anschaffung die Stadt als Schulträgerin finanzierte, sollen die Medienbildung und den digitalen Unterricht erweitern.
Sowohl die Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule als auch die Herbert-Quandt-Schule erhielten jeweils einen vollständigen Klassensatz. Damit stehen die Geräte nicht nur einzelnen Schülerinnen und Schülern zur Verfügung, sondern können von einer gesamten Lerngruppe gleichzeitig im Unterricht eingesetzt werden.
Zur Übergabe an der Jahn-Grundschule kam Bürgermeister Dr. Ronald Thiel persönlich in die Schule. Schulleiter Jacob Buhtz nahm die neuen Geräte entgegen. Wie viel Geld die Stadt für die Anschaffung ausgegeben hat und wie viele Tablets ein Klassensatz konkret umfasst, geht aus der Mitteilung der Stadtverwaltung nicht hervor.
Digitale Ausstattung der Jahn-Grundschule wächst
An der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule sind bereits Computer, Tablets und digitale Whiteboards vorhanden. Der neue Klassensatz ergänzt diese Ausstattung und soll Lehrkräften zusätzliche Möglichkeiten bei der Unterrichtsgestaltung eröffnen.
Dabei geht es nach Angaben der Schule nicht allein um die Bedienung der Geräte. Schulleiter Jacob Buhtz verbindet mit der Anschaffung vor allem eine bessere Vermittlung von Medienkompetenz. Die Kinder sollen lernen, digitale Angebote im schulischen Alltag gezielt und sinnvoll zu verwenden.
Die neuen Tablets können dabei in unterschiedlichen Fächern eingesetzt werden. Welche Programme, Lernplattformen oder Anwendungen an der Schule genutzt werden sollen, teilte die Stadt nicht mit. Offen bleibt ebenfalls, ob die Geräte ausschließlich während des Unterrichts in der Schule verwendet oder zeitweise an Schülerinnen und Schüler ausgegeben werden können.
Auch zu technischen Einzelheiten machte die Stadtverwaltung keine Angaben. Weder das Modell noch die Speicherausstattung, die Verwaltung der Geräte oder der vorgesehene Schutz persönlicher Daten wurden in der Medieninformation genannt.
Herbert-Quandt-Schule erhält ebenfalls einen Klassensatz
Auch die Herbert-Quandt-Schule wurde zum Beginn des neuen Schuljahres mit einem Klassensatz Tablets ausgestattet. Die Finanzierung übernahm ebenfalls die Stadt Pritzwalk.
Die stellvertretende Schulleiterin Anna Kerl sieht in den Geräten eine Möglichkeit, Kinder auf den Umgang mit digitalen Medien vorzubereiten. Medienbildung gewinne im Schulalltag zunehmend an Bedeutung. Die Tablets sollen deshalb nicht nur bestehende Unterrichtsangebote ergänzen, sondern den Schülerinnen und Schülern einen angeleiteten Zugang zur digitalen Arbeitswelt ermöglichen.
Mit der parallelen Anschaffung für zwei Schulen verfolgt Pritzwalk einen einheitlichen Ansatz. Beide Einrichtungen erhalten eine vergleichbare Grundausstattung und können die Geräte in ihre jeweiligen Unterrichtskonzepte einbinden. Wie häufig die Tablets verwendet werden, entscheiden die Schulen im Rahmen ihrer pädagogischen Arbeit.
Über mögliche Fortbildungen für Lehrkräfte oder eine technische Betreuung der Geräte informierte die Stadt bislang nicht. Gerade diese Punkte dürften für den dauerhaften Einsatz wichtig sein, weil digitale Ausstattung regelmäßig gewartet, aktualisiert und in vorhandene Schulnetzwerke eingebunden werden muss.
Stadt übernimmt Verantwortung als Schulträgerin
Die Stadt Pritzwalk ist als Schulträgerin für die materielle Ausstattung der beiden Schulen verantwortlich. Dazu gehören neben den Gebäuden und der klassischen Unterrichtsausstattung zunehmend auch digitale Geräte und die dafür erforderliche technische Infrastruktur.
Mit den neuen Tablets erweitert die Stadt den vorhandenen Bestand an beiden Schulen. Die Anschaffung allein entscheidet allerdings noch nicht darüber, wie erfolgreich digitale Medien im Unterricht eingesetzt werden. Maßgeblich ist, ob die Geräte zuverlässig verfügbar sind und sinnvoll mit den jeweiligen Lerninhalten verbunden werden.
Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet der neue Klassensatz zunächst, dass digitale Aufgaben künftig häufiger gemeinsam bearbeitet werden können. Lehrkräfte müssen Geräte nicht mehr zwingend auf mehrere Gruppen verteilen, wenn eine vollständige Klasse damit arbeiten soll.
Wann die Tablets erstmals regulär im Unterricht eingesetzt werden und welche konkreten Projekte damit geplant sind, wurde nicht mitgeteilt. Auch über weitere Beschaffungen für andere Pritzwalker Schulen liegen derzeit keine Angaben vor.
Quellen
Stadtverwaltung Pritzwalk, Medieninformation Nr. 302/26 vom 3. September 2026