Die Frage nach Kindern gehört zu den persönlichsten Bereichen des Lebens – und wird gesellschaftlich trotzdem häufig öffentlich bewertet. Eine aktuelle Ausstellung in der Greifswalder Marienkirche stellt Menschen und ihre Erfahrungen mit Kinderlosigkeit in den Mittelpunkt.
Das Projekt trägt den schlichten Titel „kinderlos“.
Es verbindet Interviews von Jutta Noetzel mit Porträts von Raymond Jarchow und ist am heutigen 9. August im offiziellen Greifswalder Ausstellungskalender verzeichnet.
Unterschiedliche Lebenswege werden sichtbar
Kinderlosigkeit besitzt nicht nur eine Ursache.
Menschen können sich bewusst gegen Kinder entscheiden, einen unerfüllten Kinderwunsch erleben oder durch persönliche Umstände ohne Kinder leben.
Ein Interviewprojekt kann gerade diese Unterschiede sichtbar machen.
Porträts geben den Stimmen Gesichter
Die Kombination aus Gespräch und Fotografie schafft eine besondere Nähe.
Aus abstrakten gesellschaftlichen Debatten werden individuelle Biografien.
Damit bekommt ein Thema, über das häufig in Statistiken gesprochen wird, konkrete Gesichter.
Kirchenraum verändert die Wirkung
Die Ausstellung findet nicht in einem neutralen Galerieraum statt.
St. Marien ist zugleich Gotteshaus, Denkmal und öffentlicher Kulturraum.
Fragen nach Familie, Lebensplanung und gesellschaftlichen Erwartungen erhalten dort eine zusätzliche Ebene.
Quellen
Marienkirche Greifswald
Kulturkalender der Universitäts- und Hansestadt Greifswald
###