Insgesamt 875 Bewerbungen gingen für die angebotenen Ausbildungs- und Studienplätze ein. Besonders begehrt waren Medienberufe, IT-Ausbildungen und der duale Studiengang Soziale Dienste.

Die Erfurter Stadtverwaltung begrüßt im neuen Ausbildungsjahr 58 Auszubildende, Beamtenanwärter und Studierende. Sie beginnen ihre berufliche Laufbahn in insgesamt 13 unterschiedlichen Ausbildungsberufen und Studiengängen. Für die meisten startet die Ausbildung am 1. August, weitere Nachwuchskräfte folgen im September und Oktober.

Zwölf angehende Feuerwehrleute bereits in Ausbildung

Zu den neuen Nachwuchskräften gehören zwölf angehende Feuerwehrleute. Sie befinden sich bereits seit April in ihrer Grundausbildung.

Daneben bildet die Stadt unter anderem in klassischen Verwaltungsberufen, im Sozialbereich, in Bibliotheken, in der Informationstechnik und in technischen Bereichen aus.

Stadt verspricht Übernahme

Die Stadtverwaltung kündigt an, allen Nachwuchskräften auf besetzten Ausbildungsplätzen eine spätere Übernahme anbieten zu können. Damit will sie trotz des starken Wettbewerbs um Fachkräfte ein attraktiver Arbeitgeber bleiben.

Oberbürgermeister Andreas Horn bezeichnet den eigenen Nachwuchs als feste Säule der Personalentwicklung. Die Ausbildungsplanung sei wegen der angespannten Haushaltslage und des bestehenden Einstellungsstopps dennoch besonders schwierig gewesen.

Mehr als 13 Bewerbungen pro Ausbildungsplatz

Insgesamt gingen 875 Bewerbungen ein. Die Gesamtzahl lag leicht unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig stieg jedoch die Zahl der Bewerbungen pro Platz auf durchschnittlich 13,1.

Besonders groß war das Interesse an der Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste. Dort kamen 89 Bewerber auf einen Platz. Bei den IT-Systemelektronikern waren es 33 Bewerbungen je Stelle.

Soziale Dienste besonders gefragt

Bei den dualen Studiengängen lag der Bachelor Soziale Dienste vorn. Auf jeden angebotenen Platz kamen 53 Bewerbungen.

Die Zahlen zeigen, dass soziale und verwaltungsnahe Berufe weiterhin attraktiv sind. Sie verdeutlichen zugleich, wie stark die Auswahl unter den Bewerbern ausfällt.

Technische Stellen bleiben unbesetzt

Schwieriger ist die Situation bei bestimmten handwerklich-technischen Berufen. Ausbildungsplätze für Elektroniker der Betriebstechnik sowie Umwelttechnologen für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen konnten nicht besetzt werden.

Die Stadt will diese Berufe künftig stärker präsentieren. Dazu soll unter anderem die Veranstaltung „Handwerk zum Anfassen“ auf dem Domplatz genutzt werden.

Fachkräftemangel erreicht auch die Verwaltung

Die Stadt gehört zu den größten Ausbildungsbetrieben Erfurts. Gleichzeitig konkurriert sie mit privaten Unternehmen, Landesbehörden und anderen Kommunen um geeignete Bewerber.

Die hohe Nachfrage nach Verwaltungs- und Sozialberufen steht dabei einem Mangel in technischen Bereichen gegenüber. Für die langfristige Funktionsfähigkeit der Verwaltung wird entscheidend sein, ob auch dort mehr Jugendliche erreicht werden können.

Quellen
Stadtverwaltung Erfurt, „Stadtverwaltung Erfurt begrüßt 58 neue Auszubildende und Studierende“, veröffentlicht am 31. Juli 2026.

Stadtverwaltung Erfurt, Karriere- und Ausbildungsinformationen für das Ausbildungsjahr 2026.

Stadt Erfurt, Angaben zu Bewerberzahlen, Ausbildungsberufen und Übernahmeangeboten.