Trockenheit setzt Flüsse und kleinere Gewässer unter Druck

Niedrige Wasserstände verschärfen den Streit um Entnahmen aus Bächen

In mehreren ostdeutschen Regionen gelten Einschränkungen für die Wasserentnahme. Auch bestehende Rechte erlauben nicht jede Nutzung, wenn Mindestwasserstände unterschritten werden.

Von Anna-Lena Richter 1 Min. Lesezeit

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Wo Bäche nur noch wenig Wasser führen, kann jede zusätzliche Entnahme Fische, Kleintiere und Pflanzen belasten. Kommunen und Wasserbehörden erinnern deshalb verstärkt an bestehende Verbote.

Pumpen sind häufig nicht mehr erlaubt

Bei niedrigen Wasserständen kann die Entnahme mit elektrischen oder motorbetriebenen Pumpen untersagt werden. Das gilt teilweise auch für Grundstückseigentümer, die grundsätzlich über ein älteres Wasserrecht verfügen.

Das Schöpfen kleiner Mengen mit einem Handgefäß kann je nach örtlicher Verfügung weiterhin zulässig sein.

Gewässer benötigen eine Mindestmenge

Wasser wird nicht nur für Landwirtschaft und Gärten benötigt. Flüsse und Bäche brauchen selbst ausreichend Wasser, damit Temperaturen nicht zu stark steigen und der Sauerstoffgehalt stabil bleibt.

Besonders kleine Gewässer reagieren empfindlich auf längere Trockenperioden.

Kontrollen müssen nachvollziehbar sein

Verbote sind nur wirksam, wenn Behörden sie kontrollieren und Verstöße verfolgen. Gleichzeitig benötigen Bürger klare Informationen darüber, welche Gewässer und Entnahmearten betroffen sind.

Langfristig müssen Kommunen mehr Regenwasser speichern und Grünflächen so gestalten, dass Wasser nicht sofort in die Kanalisation abfließt.

Quellen

Kommunale Wasserbehörden und Landesstellen in Thüringen – Hinweise zu niedrigen Wasserständen und Einschränkungen bei Wasserentnahmen, August 2026

Themen: OstdeutschlandTrockenheitKlimawandelWasserentnahmeGewässerschutzFlüsse

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