Ein festlicher Saal, Musik, Essen und ein gemeinsamer Abschluss der Schulzeit: Ein Abiball gehört für viele Jugendliche zu den wichtigsten Ereignissen ihrer Schulzeit. Doch die Feier ist teuer. Schülerinnen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Eisenhüttenstadt haben deshalb beim Altstadtfest in Fürstenberg selbst Kuchen verkauft und Spenden gesammelt.
Vier künftige Zwölftklässlerinnen standen am Sonnabend mit selbst gebackenen Kuchen auf dem Fest.
Das eingenommene Geld soll in die Finanzierung ihres geplanten Abiballs fließen. Über die Aktion wurde am heutigen Sonntag ausführlich berichtet.
Abiball könnte bis zu 50.000 Euro kosten
Die Größenordnung überrascht.
Eine der Schülerinnen erklärte, dass für den gesamten Abiball mit Kosten von rund 40.000 bis 50.000 Euro gerechnet werde.
Dass eine Schülergruppe eine solche Summe nicht allein durch Kuchenverkäufe und kleinere Aktionen aufbringen kann, ist den Jugendlichen bewusst.
Dennoch kann jede Einnahme dazu beitragen, die spätere finanzielle Belastung für Mitschüler und Familien zu reduzieren.
Tickets sollen möglichst bezahlbar bleiben
Das konkrete Ziel ist deshalb nicht, die komplette Feier durch Spenden zu finanzieren.
Die Schülerinnen wollen vielmehr dafür sorgen, dass die Eintrittskarten zum Abiball nach Möglichkeit zwischen 30 und 50 Euro kosten können.
Das zeigt, wie wichtig Eigeninitiative bei der Organisation großer Schulabschlussveranstaltungen geworden ist.
Nicht jede Familie kann mehrere Hundert Euro für einen einzelnen Abend ausgeben.
Stadtteilfest wird zur Plattform
Das Altstadtfest bot dafür einen geeigneten Rahmen.
Viele Besucher kommen ohnehin zum Essen und Trinken auf den Markt. Gleichzeitig kennt ein Teil des Publikums die Jugendlichen oder ihre Familien persönlich.
Dadurch verbindet sich ein klassischer Kuchenbasar mit einem konkreten Ziel, das vor Ort nachvollziehbar ist.
Die Aktion zeigt zugleich, welche Rolle lokale Feste für Schulen und Vereine spielen können: Sie schaffen Öffentlichkeit für Projekte, die sonst nur innerhalb der jeweiligen Einrichtung bekannt wären.
Engagement beginnt lange vor dem Abitur
Für die Schülerinnen bedeutet die Aktion zusätzliche Arbeit.
Kuchen müssen gebacken, ein Stand organisiert und Besucher angesprochen werden.
Doch genau dadurch wird der Abiball bereits lange vor dem eigentlichen Termin zu einem gemeinsamen Projekt.
Statt lediglich Geld einzusammeln, übernehmen die Jugendlichen Verantwortung für ihre Abschlussfeier selbst.
Quellen
Märkische Oderzeitung – Bericht vom 9. August 2026