Kleine Grünfläche soll Artenvielfalt und Klimaanpassung fördern

Erster PikoPark für Eberswalde: Brandenburgisches Viertel bekommt neue Naturoase

Im Brandenburgischen Viertel entsteht derzeit der erste PikoPark Eberswaldes. Auf vergleichsweise kleiner Fläche sollen heimische Pflanzen, neue Lebensräume für Tiere und ein attraktiver Aufenthaltsort für die Bewohner miteinander verbunden werden.

Von Clara Winterfeld 1 Min. Lesezeit

Teilen

Im Brandenburgischen Viertel entsteht derzeit ein neues Stück Stadtnatur. Eberswalde richtet dort seinen ersten sogenannten PikoPark ein. Das Konzept setzt auf eine kleine, naturnahe Grünfläche, die gleichzeitig Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie Aufenthaltsort für die Menschen im Quartier sein soll.

Anders als bei klassischen Parkanlagen steht bei einem PikoPark nicht die Größe im Vordergrund.

Das Konzept zielt darauf, auch auf kleineren Flächen eine möglichst vielfältige Vegetation zu schaffen und stark versiegelte Wohngebiete ökologisch aufzuwerten.

Heimische Pflanzen schaffen neue Lebensräume

Ein Schwerpunkt liegt auf der Verwendung heimischer Pflanzenarten.

Sie bieten Insekten und anderen Tieren Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten.

Durch unterschiedliche Pflanzenhöhen und Strukturen soll eine größere biologische Vielfalt entstehen als auf einer herkömmlichen Rasenfläche.

Damit leistet der Park auch einen Beitrag zum Artenschutz mitten im Wohngebiet.

Grünflächen helfen bei Hitze

Das Projekt hat zudem eine stadtklimatische Funktion.

Gerade während heißer Sommer können bepflanzte Flächen Wasser aufnehmen und durch Verdunstung zur Abkühlung beitragen.

Auch Schatten und weniger aufgeheizte Oberflächen können das Mikroklima verbessern.

Für dicht bebaute Quartiere wie das Brandenburgische Viertel gewinnen solche Maßnahmen zunehmend an Bedeutung.

Pilotprojekt für weitere Flächen

Für Eberswalde ist der neue PikoPark ein erstes Projekt dieser Art.

Sollte sich das Konzept bewähren, könnten ähnliche kleine Grünflächen künftig auch an anderen Stellen der Stadt entstehen.

Neben dem ökologischen Nutzen soll dabei immer auch die Aufenthaltsqualität für die Bewohner eine Rolle spielen.

Quellen

Stadt Eberswalde – „Der erste Eberswalder PikoPark entsteht“.

Themen: StadtentwicklungEberswaldeKlimaschutzArtenvielfaltBrandenburgisches ViertelPikoPark

Teilen

Lesen Sie als Nächstes

Digitale Orientierung für Zoobesucher – Zusammenarbeit mit der TH Wildau Zoo Eberswalde startet kostenlose App mit interaktiver Karte und Navigation Der Zoo Eberswalde bietet seinen Besuchern ab sofort eine kostenlose Smartphone-App. Sie hilft bei der Orientierung, zeigt Tiergehege und Veranstaltungen und bietet eine barrierearme Routenplanung. Entwickelt wurde die Anwendung gemeinsam mit der Technischen Hochschule Wildau.

Ihre Meinung

Schreiben Sie uns einen Leserbrief an leserbriefe@ostdeutsche-zeitung.de. Bitte mit vollständigem Namen und Anschrift; veröffentlicht werden nur Name und Wohnort.

Meistgelesen

Lokales

Alle Beiträge