Über Jahrhunderte war der Finowkanal vor allem eine Verkehrs- und Industrieachse. Heute bestimmen an vielen Stellen Freizeitboote, Fahrräder und Spaziergänger das Bild. Für Eberswalde entwickelt sich die historische Wasserstraße damit zunehmend vom Zeugnis der Industriegeschichte zum modernen Naherholungsraum.
Der Kanal gehört zu den prägenden Elementen der Stadtentwicklung.
Entlang seines Verlaufs entstanden einst Fabriken und Gewerbebetriebe. Wasserwege ermöglichten den Transport von Rohstoffen und Waren und machten die Region zu einem wichtigen Industriestandort.
Historische Schleusen arbeiten weiter
Bis heute ist die Geschichte unmittelbar erlebbar.
Die historischen Schleusen entlang des Finowkanals sind während der Saison in Betrieb und ermöglichen Booten die Passage zwischen den unterschiedlichen Wasserständen.
Damit bleibt jahrhundertealte Infrastruktur praktisch nutzbar.
Gleichzeitig entwickelt sich gerade dieser historische Charakter zu einem touristischen Vorteil.
Radfahrer und Bootsfahrer teilen sich das Revier
Der Kanal lässt sich inzwischen auf ganz unterschiedliche Weise erleben.
Auf dem Wasser sind Kanus, kleine Motorboote und Freizeitkapitäne unterwegs. An Land begleiten Rad- und Wanderwege weite Abschnitte.
Gerade für Eberswalde entsteht daraus eine Verbindung von Stadt, Natur und Industriegeschichte.
Stadt richtet sich wieder stärker zum Wasser aus
Die Entwicklung an der Stadtpromenade zeigt zusätzlich, dass der Kanal stärker ins öffentliche Leben einbezogen wird.
Freizeitangebote und Veranstaltungen sollen das Ufer zu einem Ort machen, an dem sich Einwohner nicht nur bewegen, sondern auch treffen und aufhalten.
Damit erhält der Finowkanal eine Funktion zurück, die über den reinen Wasserweg hinausgeht: Er wird wieder zu einer zentralen Achse der Stadt.
Quellen
Tourismus Eberswalde Stadt Eberswalde Informationen zum saisonalen Schleusenbetrieb am Finowkanal