Cottbus: Max-Grünebaum-Preise werden zum 30. Mal verliehen
Festliche Matinee im Staatstheater
Cottbus. Die Max-Grünebaum-Stiftung zeichnet am Sonntag, 8. November 2026, zum 30. Mal herausragende Leistungen aus Kunst und Wissenschaft aus. Die feierliche Preisverleihung beginnt um 11 Uhr im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus. Geehrt werden Künstlerinnen und Künstler des Staatstheaters sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). Der Eintritt ist frei.
Stiftung würdigt besondere Leistungen in Cottbus
Die jährliche Verleihung der Max-Grünebaum-Preise gehört zu den festen Veranstaltungen im kulturellen und wissenschaftlichen Leben der Stadt.
Die Stiftung würdigt damit Menschen, die sich durch ihre künstlerische oder wissenschaftliche Arbeit besonders hervorgetan haben. Zugleich erinnert sie an ihren Namensgeber, den Cottbuser Unternehmer und Mäzen Max Grünebaum.
In diesem Jahr findet die Auszeichnung bereits zum 30. Mal statt. Die Stiftung verbindet die Preisverleihung mit ihrem Anliegen, Verständigung und gegenseitige Wertschätzung zu fördern.
Welche Persönlichkeiten die diesjährigen Preise erhalten, geht aus der aktuellen Ankündigung noch nicht hervor.
BTU-Präsidentin und Oberbürgermeister eröffnen die Matinee
Die Festveranstaltung wird von mehreren Vertretern aus Wissenschaft, Kultur und Stadtgesellschaft eröffnet.
Zu ihnen gehört die Präsidentin der BTU Cottbus-Senftenberg, Prof. Dr. Gesine Grande, die zugleich Vorsitzende des Stiftungskuratoriums ist.
Ebenfalls an der Eröffnung beteiligt sind Berthold Schneider, Intendant des Staatstheaters Cottbus, und Oberbürgermeister Tobias Schick. Beide gehören dem Kuratorium der Stiftung an.
Das künstlerische Rahmenprogramm gestalten Ensemblemitglieder des Staatstheaters sowie Preisträgerinnen und Preisträger vergangener Jahre.
Damit bietet die Veranstaltung auch Gelegenheit, die Arbeit früher ausgezeichneter Künstler erneut kennenzulernen.
Schülerprojekt „Forschendes Theater“ wird vorgestellt
Neben der Preisverleihung steht ein Bildungsprojekt im Mittelpunkt, das von der Max-Grünebaum-Stiftung unterstützt wird.
Die Projektwoche „Forschendes Theater“ verbindet künstlerische Arbeitsweisen mit der Auseinandersetzung über wissenschaftliche und gesellschaftliche Themen.
In diesem Jahr beschäftigten sich die Teilnehmer unter dem Motto „Energie“ mit einem Thema, das für die Lausitz und ihren Strukturwandel von besonderer Bedeutung ist.
Während der Matinee wird ein Einblick in die Ergebnisse der Projektwoche gegeben.
Außerdem wollen die Veranstalter bekannt geben, welche Schulen in den Jahren 2027 und 2028 an dem Projekt teilnehmen werden.
Max Grünebaum prägte das kulturelle Leben der Stadt
Die Preisverleihung erinnert an den Tuchfabrikanten Max Grünebaum, der von 1851 bis 1925 lebte.
Der erfolgreiche Unternehmer war Ehrenbürger von Cottbus und unterstützte das städtische Theater über viele Jahre. Neben seinen wirtschaftlichen Aktivitäten engagierte er sich für soziale und kulturelle Anliegen.
Seine Familie wurde während der nationalsozialistischen Herrschaft enteignet und aus Deutschland vertrieben.
Erst nach der deutschen Wiedervereinigung erhielten seine Nachkommen eine Entschädigung für das entzogene Vermögen.
Mit diesen Mitteln gründeten sie die Max-Grünebaum-Stiftung. Sie sollte nicht nur an den Unternehmer erinnern, sondern auch dessen Einsatz für Kunst, Wissenschaft und gesellschaftliche Verantwortung fortführen.
Die heutige Preisverleihung steht damit auch für die Auseinandersetzung mit der Geschichte der jüdischen Familie Grünebaum und dem nationalsozialistischen Unrecht.
Zum 175. Geburtstag ein besonderer Anlass
In diesem Jahr fällt die Preisverleihung mit einem weiteren historischen Datum zusammen.
Am 6. November 2026 jährt sich der Geburtstag von Max Grünebaum zum 175. Mal.
Die Stiftung nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, an sein Wirken in Cottbus und die Geschichte seiner Familie zu erinnern.
Die Verbindung von Erinnerungskultur und der Förderung gegenwärtiger Leistungen gehört zum Selbstverständnis der Stiftung.
Mit ihren Auszeichnungen unterstützt sie die Anerkennung besonderer künstlerischer und wissenschaftlicher Arbeit in der Stadt.
Eintritt zur Preisverleihung ist kostenlos
Die festliche Matinee findet am Sonntag, 8. November 2026, um 11 Uhr im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus am Schillerplatz statt.
Alle Interessierten sind eingeladen. Der Eintritt ist kostenlos.
Für den Besuch werden jedoch Eintrittskarten benötigt. Diese sind gebührenfrei über den Besucherservice des Staatstheaters sowie über dessen Internetseite erhältlich.