Berlin bleibt trotz schwacher deutscher Konjunktur ein gefragter Unternehmensstandort. Berlin Partner konnte innerhalb eines Jahres 74 neue Firmen für die Hauptstadt gewinnen. Wie die Berliner Wirtschaftsverwaltung mitteilt, kamen 37 dieser Ansiedlungen aus dem Ausland.

Hälfte der neuen Firmen kommt aus dem Ausland

Jeweils sechs der internationalen Ansiedlungen kamen aus Großbritannien, der Türkei und den Vereinigten Staaten. Weitere Unternehmen stammten unter anderem aus den Niederlanden und China.

Europa bleibt dabei die wichtigste Herkunftsregion für internationale Neuansiedlungen.

Wirtschaftsförderung setzt auf Zukunftsbranchen

Berlin Partner unterstützt Unternehmen nicht nur bei einer Neuansiedlung, sondern auch bei Standortentscheidungen, Investitionen, technologischer Modernisierung und der Nutzung öffentlicher Förderprogramme.

Ziel ist es, sowohl neue Arbeitsplätze zu schaffen als auch bestehende Beschäftigung bei Unternehmensumbauten zu sichern.

Berlin spürt dennoch Konjunkturschwäche

Berlin Partner weist trotz der positiven Ansiedlungszahlen darauf hin, dass die mehrjährige Schwäche der deutschen Wirtschaft auch an der Hauptstadt nicht vorbeigeht.

Der Standort setzt deshalb stärker auf Forschung, Start-ups und technologieorientierte Branchen, die unabhängig von klassischen Industriekonjunkturen wachsen können.

DefTech wird Teil der Standortstrategie

Zu diesen neuen Feldern gehört inzwischen auch Verteidigungs- und Sicherheitstechnologie. Berlin will insbesondere Firmen aus KI, Robotik, Cybersecurity, Photonik und Drohnentechnik stärker an die Hauptstadt binden.

Die Ansiedlungspolitik wird damit zunehmend mit einer technologischen Spezialisierung verbunden.

Quelle:

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe; Berlin Partner, Jahresbilanz 2025.