Bis zu 135.000 Menschen im Bezirk Mitte dürfen bei der offiziellen Berlin-Wahl nicht abstimmen. Eine Symbolwahl soll ihnen dennoch eine Stimme geben, weil sie wegen ihrer Staatsangehörigkeit vom regulären Wahlrecht ausgeschlossen sind.
Rund ein Drittel des Bezirks betroffen
Das Bezirksamt beziffert die Zahl der Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit im wahlfähigen Alter auf bis zu 135.000. Das entspricht nach Angaben des Bezirks ungefähr einem Drittel der Einwohner von Berlin-Mitte.
Grundlage der Berechnung sind Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg zum Jahresende 2025.
15 Wahllokale für die Symbolwahl
Vom 31. August bis zum 11. September wird an 15 Standorten im Bezirk abgestimmt. Das Motto lautet „Hier lebe ich, hier wähle ich!“.
Beteiligt sind unter anderem das Arabisch-Deutsche Center für Dialog, Integrationslotsen und das Stadtteilzentrum Kreativhaus.
Ergebnis wird vor der Berlin-Wahl vorgestellt
Die Stimmen der Symbolwahl besitzen keine rechtliche Wirkung auf die Zusammensetzung von Abgeordnetenhaus oder BVV. Die Aktion soll stattdessen die Diskussion über politische Teilhabe sichtbar machen.
Das Ergebnis wird am 14. September um 15.30 Uhr im Rathaus Tiergarten vorgestellt.
Quelle: Bezirksamt Mitte von Berlin; Amt für Statistik Berlin-Brandenburg