Berlin verschärft das Sicherheitskonzept für Rave the Planet deutlich. Rund 1.500 Polizeikräfte sollen die Techno-Demonstration am Samstag absichern. Nach dem Anschlag beim Berliner Christopher Street Day gehören auch Drohnen, ein Hubschrauber und zusätzliche mobile Sperren zum Einsatzkonzept.

Polizei richtet mehrere Schutzzonen ein

Die Polizei plant abgestufte Sicherheitsbereiche entlang der Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule.

Mobile Fahrzeugsperren sollen verhindern, dass Fahrzeuge unkontrolliert in sensible Bereiche gelangen. Aus der Luft unterstützen Polizeidrohnen und ein Hubschrauber die Einsatzführung.

CSD-Anschlag verändert Sicherheitslage

Das zusätzliche Sicherheitsniveau steht im Zusammenhang mit dem schweren Anschlag beim Berliner CSD vor rund drei Wochen.

Die Ermittlungen zu diesem Fall dauern an. Die Polizei reagiert deshalb bei größeren Menschenansammlungen mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen.

Bis zu 300.000 Menschen erwartet

Die Behörden rechnen mit einer sehr hohen Besucherzahl. Im Vorfeld werden Größenordnungen von bis zu 300.000 Teilnehmern genannt, wobei die tatsächliche Zahl bei einer frei zugänglichen Demonstration nur schwer vorherzusagen ist.

Hitze wird zusätzliches Einsatzproblem

Neben der Sicherheitslage beschäftigt die Einsatzkräfte die extreme Wärme. Für Samstag werden in Berlin Temperaturen von deutlich über 30 Grad erwartet.

Vorgesehen sind zusätzliche Trinkwasserstellen und Ruhebereiche im Tiergarten. Auch Wasserwerfer sollen nach Angaben zur Veranstaltung zur Kühlung eingesetzt werden können.

Das Thema geht damit weit über eine gewöhnliche Veranstaltungsankündigung hinaus. Für Polizei und Rettungsdienste treffen eine außergewöhnlich große Menschenmenge, hohe Temperaturen und eine verschärfte Sicherheitslage zusammen.

Quelle:

Polizei Berlin; Deutscher Wetterdienst; Angaben zum Sicherheitskonzept von Rave the Planet.