Die Sommersaison sorgt auf Rügen für eine deutliche Belebung des Arbeitsmarktes. Im Bereich der Arbeitsagentur auf der Insel waren im Juni noch 2.160 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank auf 6,6 Prozent.

Damit besitzt Rügen die niedrigste Arbeitslosenquote innerhalb des gesamten Agenturbezirks Stralsund.

Gegenüber Mai sank die Zahl der Arbeitslosen um 110 Personen.

Hotels und Gastronomie schaffen saisonale Jobs

Ein wesentlicher Grund ist die Tourismussaison.

Hotels, Restaurants, Handel und Freizeitunternehmen benötigen während der Sommermonate erheblich mehr Personal.

Gerade Bergen profitiert als Verkehrsknoten, Einkaufsstadt und Verwaltungssitz indirekt von dieser Entwicklung.

Viele Beschäftigte wohnen in oder rund um die Stadt und arbeiten in anderen Teilen der Insel.

Saisonabhängigkeit bleibt Schwachpunkt

Die guten Sommerzahlen dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Arbeitsmarkt auf Rügen stark von der Jahreszeit abhängt.

Wenn Hotels und Gastronomie im Herbst Personal reduzieren, steigen die Arbeitslosenzahlen traditionell wieder.

Dauerhafte ganzjährige Beschäftigung bleibt deshalb eine zentrale wirtschaftspolitische Aufgabe.

Fachkräfte werden gleichzeitig gesucht

Trotz vorhandener Arbeitslosigkeit finden Unternehmen nicht für jede Stelle geeignete Bewerber.

Besonders Fachkräfte in Handwerk, Pflege, Gastronomie und technischen Berufen sind knapp.

Die Arbeitsagentur Bergen am Bahnhof bleibt deshalb sowohl für Arbeitsuchende als auch für Unternehmen ein wichtiger Ansprechpartner.

Quellen

Bundesagentur für Arbeit – Arbeitsmarktbericht für Vorpommern-Rügen, Juni 2026.

Bundesagentur für Arbeit – Geschäftsstelle Bergen auf Rügen.