Die geplante Weiterentwicklung der Sprengstofffabrik Gnaschwitz sorgt im Landkreis Bautzen für Diskussionen. Der CDU-Kreisverband Bautzen stellt sich hinter die Pläne des tschechischen Unternehmens Czechoslovak Group. Wie der Kreisverband mitteilt, verweist sein Vorsitzender Steffen Roschek auf eine angekündigte Investition von mehr als 100 Millionen Euro und die Perspektive von über 100 zusätzlichen Arbeitsplätzen.

CDU sieht wirtschaftliche Chancen

Roschek bezeichnet die angekündigte Investition als starkes Signal für die Oberlausitz.

Aus Sicht des CDU-Kreisvorsitzenden könnten zusätzliche Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung und der Erhalt industrieller Kompetenz dem traditionsreichen Standort langfristige Perspektiven eröffnen.

Protest richtet sich gegen Ausbaupläne

Gegen die Pläne von CSG gibt es nach Angaben des CDU-Kreisverbandes Protest.

Roschek erklärt, er könne die grundsätzliche Ablehnung nicht nachvollziehen, nehme Sorgen über mögliche Folgen einer stärkeren militärischen Bedeutung des Standortes jedoch ernst.

Sprengstoffproduktion hat lange Tradition

Der CDU-Kreisverband verweist darauf, dass in Gnaschwitz seit mehr als 150 Jahren Sprengstoffe und verwandte Produkte hergestellt werden.

Der Standort war unter anderem als Königlich Sächsische Pulverfabrik Gnaschwitz, später als VEB Sprengstoffwerk Gnaschwitz und anschließend als Teil der MAXAM-Gruppe tätig.

Roschek fordert sachliche Abwägung

Nach Darstellung Roscheks wurden und werden Erzeugnisse aus Gnaschwitz sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke eingesetzt.

Zu den von ihm genannten Anwendungsfeldern zählen Bergbau, Infrastrukturprojekte und weitere industrielle Anwendungen.

CDU betont Bedeutung für Sicherheit

Roschek warnt zugleich davor, die Diskussion auf den Begriff eines möglichen „Kriegsziels“ zu reduzieren.

Er verbindet die geplante Investition mit der sicherheitspolitischen Verantwortung Deutschlands innerhalb von EU und NATO und bezeichnet eine leistungsfähige europäische Verteidigungsindustrie als Voraussetzung für Sicherheit, Abschreckung und größere Unabhängigkeit.

Quelle: CDU-Kreisverband Bautzen