Das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Hansestadt Anklam haben eine gemeinsame Erklärung zur Zukunft des Theaterstandortes unterzeichnet. Neben der Sanierung des historischen Theatergebäudes soll das gesamte Areal an der Leipziger Allee städtebaulich entwickelt werden.

ANKLAM. Die bisherige Kostenschätzung für die Sanierung des Theaters liegt bei rund 16 Millionen Euro. Das Land hatte bereits zu Jahresbeginn Fördermittel in Höhe von acht Millionen Euro in Aussicht gestellt. Weitere Mittel sollen im Zusammenspiel von Land, Bund, Stadt und Städtebauförderung bereitgestellt werden. Die kommunalen Eigenanteile will die Hansestadt Anklam absichern.

Mehr als eine reine Gebäudesanierung

Die Planungen beschränken sich nicht auf das eigentliche Theater. Vorgesehen sind mehrere Bausteine:

  • Sanierung des historischen Theatergebäudes,
  • Abriss und Neubau der Hallen und Werkstätten,
  • Neugestaltung des Innenhofes,
  • Erneuerung der technischen Infrastruktur,
  • städtebauliche Aufwertung des gesamten Areals.

Durch die Aufnahme in die Städtebauförderung soll der Standort langfristig gesichert und zugleich besser in die Stadtentwicklung eingebunden werden.

Hauptspielstätte der Vorpommerschen Landesbühne

Das Theater im ehemaligen Schützenhaus ist die Hauptspielstätte der Vorpommerschen Landesbühne. Weitere Spielorte befinden sich in Barth, Heringsdorf, Wolgast und Zinnowitz.

Nach Einschätzung des Landes ist das Haus ein wichtiger kultureller Ankerpunkt für Vorpommern. Es prägt die kulturelle Identität der Region und bietet auch außerhalb größerer Städte regelmäßige Theaterangebote.

Land spricht von verlässlicher Grundlage

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue bezeichnete das Theater als Identifikationsort und Impulsgeber für die regionale Entwicklung.

„Mit der heutigen Erklärung schaffen wir eine verlässliche Grundlage, um die Sanierung des Theaterareals voranzubringen.“

Auch Bauminister Christian Pegel sieht in dem Vorhaben mehr als eine Investition in ein einzelnes Gebäude. Die Modernisierung solle den gewachsenen Ort bewahren und zugleich neue Entwicklungsmöglichkeiten für die Hansestadt schaffen.

Kulturstaatssekretärin Dagmar Kaselitz-Bowen hob die Bedeutung der Vorpommerschen Landesbühne für das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Region hervor. Das Land investiere bewusst in Kulturangebote außerhalb der großen Städte.

Zeitplan noch nicht genannt

Einen konkreten Baubeginn oder einen geplanten Fertigstellungstermin nennt die gemeinsame Erklärung noch nicht. Auch die endgültige Verteilung der Kosten zwischen Bund, Land und Stadt ist noch offen.

Mit der Vereinbarung steht jedoch fest, dass nicht nur das Theatergebäude, sondern das gesamte Umfeld neu geordnet und entwickelt werden soll.

Quelle

Ministerium für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern: Pressemitteilung 43-26 „Land und Hansestadt Anklam bekräftigen gemeinsame Verantwortung für die Zukunft des Theaters“ vom 27. Juli 2026.