Bei Grenzkontrollen im Raum Zittau hat die Bundespolizei am vergangenen Wochenende sechs Menschen festgestellt, die unerlaubt nach Deutschland eingereist waren oder sich bereits ohne gültigen Aufenthalt im Bundesgebiet befanden. Die Kontrollen erfolgten zwischen dem 24. und 26. Juli.

ZITTAU. Der erste Fall ereignete sich am 24. Juli gegen 14.15 Uhr am Grenzübergang Friedensstraße. Dort kontrollierten Beamte einen 40-jährigen russischen Staatsbürger. Nach Angaben der Bundespolizei verfügte der Mann als abgelehnter Asylbewerber lediglich über eine Duldung, die nicht zum Grenzübertritt berechtigt. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Anschließend sollte er sich bei der für ihn zuständigen Ausländerbehörde melden.

Ukrainerin nach Polen zurückgewiesen

Am 26. Juli kontrollierte die Bundespolizei gegen 0.45 Uhr an der B178n einen ukrainischen Transporter. Eine 50-jährige Ukrainerin konnte den Beamten nur eine bereits erloschene Aufenthaltserlaubnis vorlegen.

Die Frau wurde nach Polen zurückgewiesen.

Ermittlungen gegen deutschen Autofahrer

Nur wenige Stunden später stoppten die Beamten gegen 3.25 Uhr an derselben Kontrollstelle einen Audi A5. Der 23-jährige deutsche Fahrer hatte einen 27-jährigen Pakistani nach Deutschland gebracht.

Der Mitfahrer verfügte lediglich über einen italienischen Aufenthaltstitel, der ihn nach Angaben der Bundespolizei nicht zur Einreise nach Deutschland berechtigte. Er wurde nach Polen zurückgewiesen.

Gegen den Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beihilfe zur unerlaubten Einreise eingeleitet. Danach durfte er seine Fahrt fortsetzen.

Drei Moldawier in Kleinbus kontrolliert

Am selben Tag kontrollierten Bundespolizisten gegen 9.30 Uhr in Ebersbach einen in Dänemark zugelassenen Mercedes-Benz Sprinter.

Unter den Insassen befand sich ein 20-jähriger Moldawier, der keine Dokumente vorweisen konnte, die seinen Aufenthalt in Deutschland erlaubten. Nach Angaben der Bundespolizei sollte er noch am selben Abend in sein Heimatland abgeschoben werden.

Für die entstehenden Kosten wurden 600 Euro als Sicherheitsleistung einbehalten. Zudem wurde gegen ihn eine zweijährige Einreisesperre verfügt.

Zwei weitere moldawische Staatsbürger im Alter von 22 und 27 Jahren befanden sich laut Polizei bereits seit Juni unerlaubt in Berlin. Sie wurden aus Zuständigkeitsgründen an die Landespolizei übergeben.

Mehrere unterschiedliche Maßnahmen

Je nach aufenthaltsrechtlicher Situation entschieden die Behörden unterschiedlich. Während mehrere Personen nach Polen zurückgewiesen wurden, wurde gegen andere ein Strafverfahren eingeleitet oder eine Abschiebung vorbereitet.

Die Bundespolizei spricht insgesamt von sechs aufgegriffenen Personen, die entweder unerlaubt eingereist waren oder sich bereits ohne gültigen Aufenthaltstitel in Deutschland befanden.

Quelle

Bundespolizeiinspektion Ebersbach: Mitteilung „Illegale Einreisen gestoppt“ vom 27. Juli 2026.