Die Sanierung und Erweiterung der Spremberger Schwimmhalle erreicht einen wichtigen Bauabschnitt. Am Mittwoch, 16. September 2026, wird um 10 Uhr auf der Baustelle am Alexander-Puschkin-Platz Richtfest gefeiert. Das rund 17 Millionen Euro teure Vorhaben liegt nach Angaben der Stadt bislang im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen.

Seit der Grundsteinlegung am 4. Juni hat sich auf der Baustelle deutlich sichtbar etwas getan. In den vergangenen Wochen wurde der Rohbau der neuen Halle fertiggestellt. Auch die Dachkonstruktion ist bereits montiert.

Gegenwärtig bringen die Bauleute das Trapezblech auf den Dachträgern an. Von insgesamt 22 ausgeschriebenen Baulosen wurden bislang 18 vergeben. Damit sind wesentliche Arbeiten für die kommenden Bauabschnitte vertraglich vorbereitet.

Schwimmhalle erhält eine fünfte Bahn

Die bestehende Schwimmhalle wird teilweise zurückgebaut, saniert und um neue Funktionsbereiche erweitert. Das bisherige Becken mit vier Bahnen wird auf fünf Bahnen vergrößert.

Die zusätzliche Bahn soll mehr Platz für den öffentlichen Badebetrieb, den Schwimmunterricht und den Vereinssport schaffen. Gerade für Schulen und Sportvereine ist eine ausreichende Zahl nutzbarer Schwimmbahnen wichtig, um Kurse und Trainingszeiten besser verteilen zu können.

Neben dem eigentlichen Schwimmbereich entstehen neue Neben- und Funktionsräume. Die Stadt verbindet damit die Sanierung der bestehenden Anlage mit einer umfassenden Neuordnung des Gebäudes.

Neuer Eingang an der Berliner Straße

Der Eingangsbereich wird vollständig neu gebaut. Dafür entsteht ein Anbau, der künftig von der Berliner Straße aus erreichbar sein soll. Besucher gelangen dort in den Kassen- und Zugangsbereich der Schwimmhalle.

Ein Schwerpunkt des Bauvorhabens ist die Barrierefreiheit. Eine Liftanlage führt zum Kassenbereich. Im Inneren soll ein Aufzug dafür sorgen, dass auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität die unterschiedlichen Ebenen erreichen können.

Nach Angaben der Stadt werden ebenfalls die Saunabereiche vollständig barrierefrei erschlossen. Damit soll die modernisierte Schwimmhalle von möglichst vielen Menschen selbstständig genutzt werden können.

Sauna bekommt geschützten Außenbereich

Der neue Saunabereich befindet sich im Keller des Gebäudes. Über einen Lichthof erhält er einen vollständig nutzbaren Außenbereich. Dieser soll von außen nicht einsehbar sein und den Gästen einen geschützten Aufenthalt ermöglichen.

Das äußere Erscheinungsbild der Schwimmhalle wird durch großformatige Platten einer vorgehängten Fassade geprägt. Gestaltung und Material sollen dabei zwischen der eigentlichen Halle und den angrenzenden Funktionsbereichen unterscheiden.

Neben einer moderneren Optik spielen auch Energieverbrauch und Nachhaltigkeit eine Rolle. Teile des Gebäudes werden begrünt. Auf dem Dach ist zudem eine Photovoltaikanlage vorgesehen.

Der erzeugte Solarstrom soll vorrangig für den Eigenbedarf der Schwimmhalle genutzt werden. Bäder benötigen unter anderem für Wasseraufbereitung, Lüftung, Beleuchtung und technische Anlagen erhebliche Mengen Energie. Die eigene Stromproduktion kann deshalb einen Teil der laufenden Betriebskosten abfangen.

Fertigstellung für Herbst 2027 vorgesehen

Für das gesamte Bauvorhaben rechnet die Stadt mit Kosten von rund 17 Millionen Euro. Die Bauzeit ist auf etwa zwei Jahre angesetzt. Nach der aktuellen Planung soll die modernisierte und erweiterte Schwimmhalle im Herbst 2027 fertiggestellt werden.

Bislang befinden sich sowohl die Ausgaben als auch der Baufortschritt im geplanten Rahmen. Ob der Zeitplan bis zur Eröffnung gehalten werden kann, hängt unter anderem vom weiteren Bauverlauf und von der rechtzeitigen Ausführung der noch zu vergebenden Arbeiten ab.

Zum Richtfest am 16. September stehen unmittelbar auf und an der Baustelle keine Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Besucher des Termins sollten deshalb auf Parkplätze in der Umgebung ausweichen und zusätzliche Zeit für den Weg zum Alexander-Puschkin-Platz 6 einplanen.

Quelle: Stadt Spremberg/Grodk, Pressemitteilung 223/2026 vom 9. September 2026