Der Petitionsausschuss hört die Initiative am 1. September an, und Schmölln verlangt konkrete Entscheidungen, weil steigende Kosten das Tatami belasten.

22.776 Menschen unterstützen Bäder-Petition

Die Initiative „Bäder in Not“ hat für ihre Petition zum Erhalt der Thüringer Hallenbäder 22.776 Unterschriften gesammelt. Der Petitionsausschuss des Thüringer Landtages befasst sich am 1. September mit den Forderungen.

Mehr als 30 Hallenbäder haben sich der Initiative angeschlossen. Sie verlangen eine dauerhaft tragfähige Finanzierung und eine klare politische Verantwortung des Landes.

Tatami Schmölln erfüllt wichtige Aufgaben

Das Tatami ist nach Angaben der Stadt ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge. Das Hallenbad bietet Schulschwimmen, Schwimmausbildung, Vereinssport, Gesundheitsangebote und Freizeitmöglichkeiten.

Bürgermeister Sven Schrade sieht das Bad als wichtige Einrichtung für Schmölln und die gesamte Region. Kinder sollen dort auch künftig schwimmen lernen können. Gleichzeitig benötigt die Kommune finanzielle Bedingungen, die einen dauerhaften Betrieb ermöglichen.

Initiative fordert jährlich 30 Millionen Euro

Die Initiative verlangt für 2026 und 2027 jeweils 30 Millionen Euro zur Sicherung und zum Erhalt der Thüringer Hallenbäder. Die im Koalitionsvertrag angekündigte Unterstützung müsse umgesetzt werden.

Ein Bäderbeauftragter auf Staatssekretärsebene soll die Finanzierung und die weitere Planung koordinieren. Zudem fordert die Initiative den Abschluss der Bäderkonzeption 2040 bis Ende 2026. Dazu soll ein verbindlicher Finanzierungs- und Umsetzungsplan gehören.

Kommunen können Defizite nicht allein tragen

Steigende Personal-, Energie- und Materialkosten belasten die kommunalen Schwimmbäder. Die Betreiber haben nach Darstellung der Initiative bereits Einsparpotenziale genutzt und in ihre Anlagen investiert.

Die verbleibende Finanzierungslücke könnten die Kommunen dennoch nicht allein schließen. Kostendeckende Eintrittspreise seien weder realistisch noch sozial vertretbar. Schmölln fordert deshalb eine langfristige Beteiligung des Landes.

Anhörung beginnt am 1. September

Vertreter Thüringer Bäder hatten bereits im September 2025 eine gemeinsame Resolution unterzeichnet. Es folgten eine Demonstration vor dem Landtag und die Petition. Die Unterschriften wurden am 5. März 2026 an Landtagspräsident Thadäus König übergeben.

Die Anhörung im Petitionsausschuss beginnt am 1. September 2026 um 15.30 Uhr. Interessierte können die Sitzung vor Ort oder über einen Livestream verfolgen.

Quelle: Stadtverwaltung Schmölln, Pressemitteilung vom 28. August 2026; Initiative „Bäder in Not“