Wittenberge will zeigen, wie sich eine frühere Industriestadt neu erfinden kann. Am Freitag, dem 28. August 2026, besucht Brandenburgs Wirtschafts- und Tourismusministerin Martina Klement gemeinsam mit Christian Woronka, Geschäftsführer der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, fünf Projekte in der Prignitzstadt. Im Mittelpunkt stehen Stadtentwicklung, neue Wirtschaftsflächen, touristische Angebote und die Vorbereitung auf die Landesgartenschau.

Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann begleitet die Tour den gesamten Tag. Die Stadt an der Elbe gilt als Tor zum UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Brandenburg und steht nach Angaben des Ministeriums beispielhaft für einen erfolgreichen Transformationsprozess.

Vom größten Nähmaschinenwerk Europas zum neuen Quartier

Eine der ersten Stationen ist gegen 11 Uhr der VERITAS-Park.

Auf dem Gelände der ehemaligen Nähmaschinenfabrik soll ein offenes Quartier entstehen, das Arbeiten, Wohnen, Gastronomie, Kultur, Forschung und Innovation miteinander verbindet. Geplant ist ausdrücklich keine abgeschlossene Gewerbezone, sondern ein Standort mit Ausstrahlung in die Region.

Besichtigt werden sollen unter anderem das künftige „West Village“, das touristisch genutzt werden soll, sowie das Gebäude B4. Dieses Gebäude soll während der Landesgartenschau vorübergehend für Kunst- und Kulturprojekte aktiviert werden.

Alte Ölmühle als Beispiel für privates Investment

Gegen 11.50 Uhr steht das Elbe Resort „Alte Ölmühle“ auf dem Programm.

Die einstigen Märkischen Ölwerke beschäftigten früher bis zu 1.500 Menschen. Nach langem Leerstand übernahm die Familie Lange das Areal und entwickelte es seit 2007 schrittweise zu einem Urlaubsresort mit einer Fläche von mehr als 38.000 Quadratmetern.

Heute befinden sich in den denkmalgeschützten Gebäuden ein Hotel, ein Restaurant mit Brauhaus, Veranstaltungsflächen, ein Wellnessbereich sowie ein Tauch- und Kletterturm. Auf dem Hof liegt außerdem die Festbühne der jährlichen Elblandfestspiele.

Das Projekt soll bei der Pressefahrt als Beispiel dafür dienen, wie private Investitionen alte Industrieflächen touristisch neu nutzen können.

Bahnhof wird zum multifunktionalen Eingangstor

Eine weitere Station ist gegen 13 Uhr der Bahnhof Wittenberge.

Das historische Empfangsgebäude wurde umfassend saniert und zu einem multifunktionalen Standort weiterentwickelt. Dort befinden sich heute unter anderem das Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz, die Kleinstadt Akademie, das Jobcenter sowie die Ausbildungs- und Trainingsakademie der DGZfP.

Ergänzt wird das Angebot durch Coworking-Spaces sowie Seminar- und Veranstaltungsflächen.

Ein besonderes Element ist der frühere Mitropasaal. Er dient heute als Empfangsbereich mit Gastronomie, Ticketverkauf und Aufenthaltsmöglichkeiten.

Landesgartenschau soll zusätzlichen Schub bringen

Gegen 13.50 Uhr steht die Landesgartenschau im Mittelpunkt.

Am Standort Stadtpark und Wasserturm soll ein Überblick über das Konzept und den Stand der Vorbereitungen gegeben werden. Die Gartenschau wird in der Presseunterlage als weiterer Motor für Stadtentwicklung, Lebensqualität und Tourismus beschrieben.

Bestehende innerstädtische Grünflächen sollen dabei ressourcenschonend weiterentwickelt und dauerhaft aufgewertet werden.

Die Landesgartenschau ist für Wittenberge damit nicht nur ein Veranstaltungsprojekt, sondern Teil einer längerfristigen städtebaulichen Strategie.

Nedwighafen wächst als Tourismusstandort

Die letzte Station der Tour ist gegen 15 Uhr der Nedwighafen.

Der Hafen in den Elbauen wurde umfassend modernisiert und touristisch aufgewertet. Neben Bootsliegeplätzen gibt es dort Wohnmobilstellplätze mit Elbblick.

Hinzu kommen eine Ausstiegshilfe für Paddelboote, eine natürliche Slipanlage sowie vermietbare Iglu-Hausboote.

Ein neues Restaurant steht nach Angaben des Ministeriums kurz vor der Eröffnung.

Fünf Projekte zeigen einen gemeinsamen Ansatz

Die fünf Stationen verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte, stehen aber für denselben Grundgedanken.

Ehemalige Industrieareale werden neu genutzt, historische Gebäude modernisiert, touristische Angebote ausgebaut und Stadtentwicklung mit Wirtschaft und Freizeit verbunden.

Gerade Wittenberge ist dabei ein Beispiel für den tiefgreifenden Strukturwandel nach dem Ende großer Industriebetriebe.

Die Schließung des einst größten Nähmaschinenwerks Europas hatte die Stadt stark getroffen. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums hat der anschließende Transformationsprozess in den vergangenen Jahren deutlich an Dynamik gewonnen.

Pressefahrt am 28. August

Die Tour findet am Freitag, dem 28. August 2026, statt.

Der Bus startet um 9 Uhr am Wirtschaftsministerium in Potsdam. Die Rückkehr ist gegen 18 Uhr vorgesehen. Eine individuelle Anreise nach Wittenberge ist nach vorheriger Anmeldung ebenfalls möglich.

Mit der Pressefahrt will das Land zeigen, wie sich Wittenberge über einzelne Projekte hinaus als Wirtschafts-, Tourismus- und Lebensstandort neu positioniert.

Quellen

Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg – Presseeinladung vom 10. August 2026

TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH