Wittenberg richtet die Entwicklung von vier Stadtquartieren neu aus. Die Stadt lädt im August zu Bürgerbefragungen ein, bei denen Einwohner ihre Erfahrungen und Wünsche einbringen können. Wie die Lutherstadt Wittenberg am 13. August mitteilte, werden dafür bestehende Konzepte aktualisiert und zwei weitere erstmals erarbeitet.
Vier Quartiere stehen im Mittelpunkt
Betroffen sind Wittenberg West, Trajuhnscher Bach/Lerchenberg, Elstervorstadt/Kuhlache und Kleinwittenberg/Alter Elbhafen. Gemeinsam mit der Sachsen-Anhaltischen Landesentwicklungsgesellschaft mbH (SALEG) lässt die Stadt für diese Gebiete Integrierte Handlungskonzepte erarbeiten beziehungsweise vorhandene Planungen überarbeiten.
Die Konzepte sollen bestehende Probleme untersuchen, Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen und konkrete Maßnahmen für die kommenden Jahre vorbereiten. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und den Akteuren in den jeweiligen Quartieren gestärkt werden.
Bürgerbefragungen finden an vier Tagen statt
Die SALEG ist dafür an vier Tagen unmittelbar in den betroffenen Stadtteilen unterwegs. Die Gespräche finden jeweils von 12 bis 18 Uhr statt; eine Anmeldung ist nach Angaben der Stadt nicht erforderlich.
Am 19. August ist das Team in Wittenberg West auf dem Parkplatz des Netto-Marktes an der Christuskirche 6 zu finden. Am 20. August folgt die Kuhlache am Intersport-Parkplatz in der Dresdener Straße 165, am 25. August der Alte Elbhafen am Parkplatz des Elbe-Gewerbe-Parks in der Dessauer Straße 13 und am 26. August der Trajuhnsche Bach am Platz der Demokratie.
Bürger können auf Probleme aufmerksam machen, Chancen benennen und eigene Erfahrungen sowie Vorstellungen für die zukünftige Entwicklung ihres Wohnumfeldes einbringen. Die eigentliche Befragung soll nur wenige Minuten dauern.
Alte Konzepte sind rund 15 Jahre alt
Für Wittenberg West und Trajuhnscher Bach/Lerchenberg existieren bereits Integrierte Handlungskonzepte. Diese sind inzwischen rund 15 Jahre alt und sollen deshalb an aktuelle Anforderungen der Stadtentwicklung angepasst werden.
Eine stärkere Rolle spielen künftig unter anderem der Klimawandel, der Schutz vor Extremwetterereignissen, die demografische Entwicklung und die Barrierefreiheit.
Kuhlache und Alter Elbhafen erstmals dabei
Für Elstervorstadt/Kuhlache und Kleinwittenberg/Alter Elbhafen werden erstmals entsprechende Konzepte im Rahmen der Städtebauförderung erstellt. Sie sollen langfristige Perspektiven für beide Quartiere entwickeln.
Besondere Bedeutung haben nach Angaben der Stadt die Entwicklung des Umfeldes nach der Landesgartenschau und die weitere Umgestaltung der Hafenpromenade.
Städtebauförderung finanziert die Planungen
Die Überarbeitung beziehungsweise erstmalige Erstellung der vier Handlungskonzepte wird mit Mitteln der Städtebauförderung sowie Eigenmitteln aus dem Haushalt der Lutherstadt Wittenberg finanziert.
Mit den neuen Planungsgrundlagen will die Stadt festlegen, welche Maßnahmen in den vier Quartieren in den kommenden Jahren Priorität erhalten und wie vorhandene Entwicklungspotenziale genutzt werden können.
Quelle: Lutherstadt Wittenberg, Medieninformation vom 13. August 2026.