Berlin – Der September 2026 geht als teuerster Tankmonat in die deutsche Geschichte ein.
Nach Auswertung aktueller Kraftstoffpreise lagen sowohl Benzin als auch Diesel im Monatsdurchschnitt über allen bisherigen Rekordwerten.
Bei Super E10 zeichnet sich ein Durchschnitt von rund 2,27 Euro je Liter ab.
Diesel lag im Monatsmittel bei etwa 2,38 bis 2,39 Euro.
Alte Rekorde deutlich übertroffen
Die bisherigen Monatsrekorde lagen deutlich niedriger.
Bei E10 waren es rund 2,145 Euro je Liter, bei Diesel 2,263 Euro.
Damit liegen die aktuellen Monatswerte jeweils mehr als zehn Cent über den bisherigen Spitzenständen.
Für Vielfahrer summiert sich dieser Unterschied schnell auf erhebliche Mehrkosten.
Diesel erreichte zwischenzeitlich 2,47 Euro
Besonders stark verteuerte sich Diesel.
Am 17. September erreichte der bundesweite Durchschnitt einen Tageshöchststand von rund 2,47 Euro je Liter.
Auch Super E10 stellte im September neue Tagesrekorde auf.
Die hohen Preise treffen insbesondere Pendler, Handwerksbetriebe, Logistikunternehmen und Menschen in ländlichen Regionen.
Iran-Krieg belastet Ölmarkt
Hauptgrund für die Preisexplosion ist die angespannte Lage am internationalen Ölmarkt.
Der Iran-Krieg und die Einschränkungen rund um die Straße von Hormus haben die weltweiten Ölströme erheblich belastet.
Hinzu kommen begrenzte Raffineriekapazitäten.
Steigen die Einkaufspreise für Rohöl und raffinierte Kraftstoffe, schlägt sich das häufig innerhalb kurzer Zeit an den Tankstellen nieder.
Ab Oktober soll Tankrabatt entlasten
Ab dem 1. Oktober greift ein neuer sogenannter Tankrabatt.
Durch zeitweise niedrigere Steuern soll Benzin und Diesel rechnerisch um knapp 17 Cent je Liter günstiger werden.
Ob der volle Betrag bei den Autofahrern ankommt, hängt allerdings auch von der Entwicklung der internationalen Ölpreise ab.
Preis kann regional stark schwanken
Die genannten Werte sind bundesweite Durchschnittspreise.
An einzelnen Tankstellen können die Preise deutlich darüber oder darunter liegen.
Auch die Tageszeit spielt eine große Rolle. Erfahrungsgemäß ist Kraftstoff am Abend häufig günstiger als am frühen Morgen.
Pendler besonders belastet
Gerade in Ostdeutschland ist das Thema besonders relevant.
In vielen ländlichen Regionen sind Arbeitswege ohne Auto kaum zu bewältigen.
Wer jeden Tag längere Strecken fährt, kann durch die aktuellen Preise monatlich deutlich stärker belastet werden als noch vor einem Jahr.