Die Stadt Leuna erhält knapp elf Millionen Euro für die Entwicklung eines neuen Forschungs- und Technologiestandortes in unmittelbarer Nähe zum Chemiepark.
Ministerpräsident Sven Schulze übergab der Stadt den Fördermittelbescheid im Rahmen eines gemeinsamen Strukturwandel-Gipfels mit den Ministerpräsidenten von Sachsen und Thüringen.
Fläche für Forschungs- und Technologieunternehmen
Mit den Fördermitteln soll ein rund 15.200 Quadratmeter großes Areal vollständig erschlossen werden. Dort sollen sich künftig Forschungs-, Entwicklungs- und Technologieunternehmen ansiedeln können.
Das Vorhaben soll die Verbindung zwischen Wissenschaft, Innovation und der industriellen Infrastruktur am Chemiestandort Leuna stärken.
Die Finanzierung erfolgt über das Investitionsgesetz Kohleregionen. Mit diesem Programm werden Projekte unterstützt, die den wirtschaftlichen Wandel in früher stark von der Braunkohle geprägten Regionen voranbringen.
Neue Arbeitsplätze und Perspektiven
Nach Angaben der Landesregierung soll die neue Ansiedlungsfläche zusätzliche Arbeitsplätze, Unternehmensgründungen und Investitionen ermöglichen.
Ministerpräsident Sven Schulze erklärte, der Strukturwandel müsse für die Menschen vor Ort sichtbar werden. Neue Ideen, Arbeitsplätze und Entwicklungsmöglichkeiten sollten der Region Sicherheit geben und sie für Unternehmen und Fachkräfte attraktiver machen.
Leuna zeige nach seinen Worten, wie aus wirtschaftlichen Veränderungen neue Chancen für die Region entstehen könnten.
Drei Ministerpräsidenten besuchen das Revier
Die Übergabe des Fördermittelbescheids war Teil eines Gipfeltreffens von Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.
Sven Schulze, Michael Kretschmer und Mario Voigt informierten sich im Mitteldeutschen Revier über Projekte, die ehemalige Kohleregionen zu modernen Wirtschafts-, Forschungs- und Innovationsstandorten entwickeln sollen.
Der geplante Forschungsstandort in Leuna ist eines dieser Strukturwandelprojekte.
Quelle
Pressemitteilung Nr. 429/2026 des Presse- und Informationsamtes der Landesregierung Sachsen-Anhalt vom 30. Juli 2026.