Weißwasser ist weit über die Region hinaus für seine Glasindustrie bekannt. Doch auch Porzellan gehörte über viele Jahrzehnte zur industriellen Geschichte der Stadt. Eine Sonderausstellung im Glasmuseum erinnert derzeit an dieses heute weitgehend verschwundene Kapitel.
„Feine weiße Ware – Die Porzellina Weißwasser und ihre Geschichte“ läuft noch bis zum 4. Oktober.
Nach dem montäglichen Schließtag öffnet das Museum am Dienstag wieder von 9 bis 16 Uhr.
Unternehmer erkannte regionale Rohstoffe
Eng verbunden ist die Geschichte der Produktion mit Joseph Schweig.
Er erkannte das Potenzial der regional verfügbaren Rohstoffe Kaolin, Quarzsand und Braunkohle für eine industrielle Porzellanherstellung.
Unter August Schweig begann ab Ende des 19. Jahrhunderts der weitere industrielle Aufstieg.
Von Luxusgeschirr bis Elektrotechnik
Die Fabrik produzierte zunächst unter anderem hochwertiges Geschirr für internationale Märkte.
Später kamen technische Porzellanerzeugnisse hinzu.
Besonders die Zusammenarbeit mit Siemens & Halske eröffnete Anfang des 20. Jahrhunderts einen zusätzlichen Produktionsbereich.
Fabrik verschwand nach der Wende
Nach tiefen wirtschaftlichen Umbrüchen endete die Produktion.
2006 und 2007 wurden die verbliebenen Fabrikgebäude abgerissen.
Die Ausstellung macht damit eine Industrie sichtbar, von der im heutigen Stadtbild kaum noch bauliche Spuren vorhanden sind.
Quellen
Stadt Weißwasser/O.L. / Glasmuseum Weißwasser – Sonderausstellung „Feine weiße Ware“.
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