Swinemünde will beim Schutz kommunaler IT enger mit seinen Nachbarn zusammenarbeiten. Geplant ist ein überkommunales Kompetenzzentrum, das Systeme überwachen und bei Cyberangriffen koordinieren soll.
Swinemünde lädt Nachbarkommunen ein
Wie die Stadt Swinemünde mitteilt, haben sich bereits Vertreter interessierter Kommunen aus Westpommern zu ersten Gesprächen getroffen. Ziel ist eine gemeinsame Bewerbung für ein sogenanntes Lokales Zentrum für Cybersecurity.
Swinemünde könnte dabei zum Standort werden, an dem Fachwissen, technische Infrastruktur und Dienstleistungen gebündelt werden.
3.249 Vorfälle in Kommunen registriert
Die Stadt verweist auf Zahlen des polnischen Digitalministeriums. Demnach wurden 2025 in kommunalen Einrichtungen landesweit 3.249 Sicherheitsvorfälle durch CSIRT NASK registriert.
Cyberangriffe können nicht nur Rathäuser treffen. Auch Schulen, Sozialdienste und andere öffentliche Einrichtungen arbeiten mit digitalen Systemen und sensiblen Daten.
Zentrum könnte Angriffe überwachen
Zu den möglichen Aufgaben gehören die Überwachung von Netzwerken, die Analyse von Gefahren, Sicherheitsprüfungen und die Koordination bei IT-Vorfällen. Auch Schulungen, Risikomanagement und gemeinsame Beschaffungen von Technik oder Lizenzen sind vorgesehen.
Damit könnten insbesondere kleinere Kommunen auf Spezialwissen zugreifen, ohne sämtliche Strukturen selbst aufbauen zu müssen.
EU-Mittel sollen Projekt ermöglichen
Das Programm für lokale Cybersecurity-Zentren wird aus europäischen Mitteln für die digitale Entwicklung 2021 bis 2027 finanziert. Das zuständige Projektzentrum führt das Förderverfahren durch.
Swinemünde will nun gemeinsam mit weiteren Verwaltungen ein tragfähiges Konzept entwickeln.
Quelle: Stadt Swinemünde