Strausberg bleibt mit knapp 28.000 Einwohnern die größte Stadt des Landkreises Märkisch-Oderland. Die Bevölkerungszahl zeigt allerdings nur einen Teil der Entwicklung. Gleichzeitig sinken die Geburtenzahlen deutlich, was bereits konkrete Folgen für Kitas und Schulen hat.
Die Stadt ist damit ein gutes Beispiel dafür, dass Bevölkerungsentwicklung nicht nur aus einer einzigen Zahl besteht.
Zuzug kann sinkende Geburtenzahlen zeitweise ausgleichen.
Geburtenrückgang verändert Kitaplanung
Besonders sichtbar wird die Entwicklung bei den Kinderzahlen.
Im Juni wurden in Strausberg lediglich drei Babys registriert.
Die Stadt hatte bereits zuvor auf einen seit mehreren Jahren anhaltenden Geburtenrückgang hingewiesen.
Die Schließung der Kita „Wirbelwind“ ist eine direkte Folge dieser Entwicklung.
Gleichzeitig wird weiter gebaut
Auf der anderen Seite entstehen neue Wohnprojekte.
Mehrfamilienhäuser an Hegermühlenstraße, Walkmühlenstraße und Ernst-Thälmann-Straße sollen zusätzlichen Wohnraum schaffen.
Das zeigt, dass Strausberg trotz sinkender Geburtenzahlen weiterhin mit Nachfrage nach Wohnungen rechnet.
Infrastruktur muss flexibel bleiben
Für Stadtplaner entsteht daraus eine schwierige Aufgabe.
Schulen und Kitas müssen auf Kinderzahlen reagieren.
Gleichzeitig brauchen ältere Menschen andere Angebote, während neue Einwohner zusätzlichen Wohnraum und Verkehrsinfrastruktur benötigen.
Demografie bedeutet für Strausberg deshalb nicht automatisch Schrumpfung, sondern vor allem Veränderung der Altersstruktur.
Quellen
Stadt Strausberg – aktuelle Einwohner- und Geburtenzahlen.
Stadt Strausberg – Angaben zur Stadtentwicklung und Kinderbetreuung.