Auf dem Spielplatz in der Hans-Schomburgk-Straße können Kinder wieder klettern, entdecken und Piraten spielen. Das neue Spielschiff „Kolumbus“ wurde noch während der Sommerferien durch Oberbürgermeister Bastian Sieler freigegeben. Die ersten Nutzer waren Vorschul- und Grundschulkinder aus dem Hort an der Goethestraße.

Das neue Spielgerät ersetzt ein älteres Piratenschiff, das aus Sicherheitsgründen vollständig entfernt werden musste.

Altes Spielgerät hatte erhebliche Sicherheitsmängel

Ausgangspunkt für den Neubau war eine turnusmäßige Inspektion Ende 2024.

Dabei wurden nach Angaben der Hansestadt erhebliche Mängel an der Verkehrssicherheit des bisherigen Piratenschiffes festgestellt.

Zunächst prüfte die Verwaltung, ob einzelne Bauteile ausgetauscht und das vorhandene Spielgerät dadurch erhalten werden könnten.

Weitergehende Untersuchungen kamen jedoch zu einem anderen Ergebnis.

Eine wirtschaftlich vertretbare Instandsetzung war nicht mehr möglich. Das alte Piratenschiff musste deshalb vollständig zurückgebaut werden.

Stadtrat machte Finanzierung möglich

Ein unmittelbarer Ersatz war zunächst nicht selbstverständlich.

Die Finanzierung des neuen Spielschiffes wurde möglich, nachdem der Stendaler Stadtrat der Maßnahme aus dem Infrastruktur-Sondervermögen zugestimmt hatte.

Damit konnte ein vollständiger Neubau statt einer provisorischen Reparatur umgesetzt werden.

Neues Schiff kostet rund 80.000 Euro

Die Stadt beziffert die Kosten für das neue Piratenschiff einschließlich Lieferung und Montage auf rund 80.000 Euro.

Hinzu kamen weitere Aufwendungen für den Rückbau des alten Spielgerätes.

Für Abbau und Entfernung der alten Fundamente entstanden Kosten von 16.100 Euro.

Weitere 1.900 Euro wurden für die Entsorgung des Altholzes aufgewendet.

Damit liegen die unmittelbar genannten Gesamtausgaben für Abbruch, Entsorgung, Lieferung und Montage bei rund 98.000 Euro.

Bis zu 30 Kinder gleichzeitig

Das neue Piratenschiff richtet sich an Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren.

Bis zu 30 Kinder können das Spielgerät gleichzeitig nutzen.

Die maximale freie Fallhöhe beträgt nach Angaben der Stadt rund zwei Meter.

Nach Rückbau des alten Schiffes und Entfernung der Fundamente lieferte und montierte ein Fachunternehmen die neue Anlage.

Moderne Sicherheitsstandards

Das neue „Kolumbus“ entspricht nach Angaben der Hansestadt den aktuellen Sicherheitsanforderungen.

Neben klassischen Kletter- und Bewegungsmöglichkeiten soll das Schiff vor allem gemeinsames Spielen ermöglichen.

Gerade größere Spielgeräte erfüllen dabei mehrere Funktionen gleichzeitig: Kinder können klettern, balancieren, ihre Motorik trainieren und gemeinsam eigene Spielsituationen entwickeln.

Hort will Spielplatz wieder häufiger besuchen

Für den Hort an der Goethestraße ist die Wiedereröffnung besonders wichtig.

Die Einrichtung will den Spielplatz an der Hans-Schomburgk-Straße künftig wieder häufiger als Ziel für Ausflüge nutzen.

Dass Kinder aus dem Hort das neue Schiff unmittelbar nach der Freigabe ausprobieren konnten, war damit zugleich eine Art Praxistest.

Investitionen in Spielplätze sind Teil kommunaler Infrastruktur

Spielplätze gehören zu den öffentlichen Einrichtungen, deren Zustand für Familien im Alltag unmittelbar sichtbar ist.

Ein defektes oder gesperrtes Großspielgerät schränkt das Angebot eines gesamten Standortes erheblich ein.

Mit dem Ersatz des bisherigen Piratenschiffes stellt die Stadt nun wieder ein zentrales Spielangebot für ältere Vorschul- und Grundschulkinder zur Verfügung.

Quellen

Hansestadt Stendal, Büro des Oberbürgermeisters: Pressemitteilung „Infrastruktur-Sondervermögen ermöglichte neues Spielgerät – Neues Piratenschiff ‚Kolumbus‘ in Hans-Schomburgk-Straße“, 6. August 2026