Wer verstehen möchte, wie Industrie nicht nur Fabriken, sondern ganze Wohnorte hervorbrachte, kann heute die Gartenstadt Marga in Senftenberg-Brieske erkunden. Um 10.30 Uhr beginnt eine zweistündige Führung durch die historische Werkssiedlung.

Wohnraum für Arbeiter und Beamte

Marga entstand, weil mit der industriellen Entwicklung immer mehr Arbeitskräfte und Angestellte Wohnraum benötigten.

Statt einzelner Häuser wurde eine komplette Siedlung mit eigener Infrastruktur geschaffen.

Architektur sollte mehr als funktional sein

Die Gartenstadt ist von Dresdner Reformarchitektur und Elementen des späten Jugendstils geprägt.

Damit unterscheidet sie sich deutlich von rein zweckorientierten Arbeitersiedlungen.

Wohnqualität, Gestaltung und städtebauliche Ordnung spielten von Anfang an eine wichtige Rolle.

Führung dauert zwei Stunden

Der Rundgang beginnt um 10.30 Uhr und endet gegen 12.30 Uhr.

Erwachsene zahlen neun Euro, Kinder unter zwölf Jahren können kostenlos teilnehmen. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 25 Personen begrenzt; eine Anmeldung ist erforderlich.

Marga bleibt Teil der Lausitzer Identität

Die Siedlung steht exemplarisch dafür, wie eng Stadtentwicklung und Bergbau in der Lausitz miteinander verbunden waren.

Heute ist sie nicht mehr ausschließlich Wohnort, sondern zugleich Denkmal und touristischer Anziehungspunkt.

Quellen

Stadt Senftenberg – Stadtführung Gartenstadt Marga, 8. August 2026

Touristinformation Senftenberg