Förderanträge sollen in Mecklenburg-Vorpommern einfacher, schneller und ohne unnötige Papierunterlagen bearbeitet werden. Das Landesförderinstitut hat dafür am 5. August 2026 ein neues digitales Förderportal gestartet.
Zum Auftakt stehen vier Programme für die vollständig digitale Antragstellung zur Verfügung. Weitere Förderangebote sollen in den kommenden Monaten hinzukommen.
Anträge und die dafür notwendigen Unterlagen können direkt über das Portal eingereicht werden. Der bisher häufig notwendige Wechsel zwischen digitalen Formularen, E-Mails und Papierunterlagen soll damit vermieden werden.
Vier Programme zum Start freigeschaltet
Das neue Portal kann zunächst für folgende Förderprogramme genutzt werden:
• Fonds für Vorpommern und das östliche Mecklenburg • Radwegebau • Messen und Ausstellungen • Fischereiabgabe
Das Angebot gilt ausschließlich für neue Anträge in diesen freigeschalteten Programmen. Bereits laufende Förderverfahren werden weiterhin auf dem bisherigen Weg bearbeitet.
Unterlagen können direkt online eingereicht werden
Mit dem Portal soll die gesamte Antragstellung ohne Medienbruch möglich werden.
Antragsteller können Formulare digital ausfüllen und erforderliche Nachweise unmittelbar hochladen. Auch die Kommunikation mit der zuständigen Bewilligungsbehörde soll über das neue System vereinfacht werden.
Nach Angaben des Finanz- und Digitalisierungsministeriums profitieren davon Bürger, Unternehmen, Vereine und Kommunen gleichermaßen.
Anmeldung über BundID oder Unternehmenskonto
Für natürliche Personen steht die BundID als Anmelde- und Identifizierungsverfahren zur Verfügung.
Organisationen wie Unternehmen, Vereine oder Kommunen können „Mein Unternehmenskonto“ nutzen. Beide Verfahren sind im Onlinezugangsgesetz für die sichere Identifizierung bei digitalen Verwaltungsleistungen vorgesehen.
Dadurch sollen Antragsteller eindeutig zugeordnet und sensible Daten geschützt werden.
Ministerium will Papieraufwand verringern
Finanz- und Digitalisierungsminister Heiko Geue bezeichnete den Start des Portals als weiteren Schritt auf dem Weg zu einer schnelleren, bürgernahen und wirtschaftsfreundlichen Verwaltung.
Die digitale Beantragung solle Zeit sparen, den Papieraufwand reduzieren und die Abläufe innerhalb der Verwaltung effizienter machen.
Zugleich soll die Kommunikation zwischen Antragstellern und Bewilligungsbehörde übersichtlicher werden.
Weitere Förderprogramme sollen folgen
Die Landesregierung plant, das Portal schrittweise auszubauen.
In den kommenden Monaten sollen zusätzliche Förderprogramme angebunden werden. Langfristig soll die digitale Antragstellung bei Landesfördermitteln zum Standard werden.
Ein genauer Zeitplan für die Freischaltung der weiteren Programme wird in der Pressemitteilung noch nicht genannt.
Teil einer umfassenderen Verwaltungsreform
Das Förderportal ist Bestandteil der seit 2025 laufenden Modernisierung des Förderwesens in Mecklenburg-Vorpommern.
Im Juli 2025 hatte die Landesregierung einen ersten Maßnahmenkatalog mit Vereinfachungen und Digitalisierungsschritten beschlossen. Ein zweiter Katalog folgte im März 2026 und ergänzte die bisherigen Reformen um weitere Standardisierungen.
Mit dem neuen Portal sollen diese Beschlüsse nun für Antragsteller praktisch nutzbar werden.
Quellen
Ministerium für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern – Pressemitteilung 49-26 „Neues Förderportal startet“, veröffentlicht am 5. August 2026.