Die Landschaft rund um Sassnitz gehört zu den berühmtesten Motiven der deutschen Romantik. Vom 19. bis 21. August greift das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl diese Verbindung mit drei Romantiktagen auf. Führungen, Kunstangebote und naturkundliche Formate sollen zeigen, wie Künstler und Forscher des 19. Jahrhunderts die Kreideküste wahrnahmen.

Die Veranstaltungen laufen täglich zwischen 11 und 16 Uhr.

Auf den Spuren Caspar David Friedrichs

Teil des Programms ist eine Wanderung, die sich ausdrücklich mit Caspar David Friedrich beschäftigt.

Der Maler machte die Rügener Kreidelandschaft zu einem der bekanntesten Bildmotive der deutschen Kunstgeschichte.

Bis heute beeinflusst diese romantische Darstellung die touristische Wahrnehmung der Insel.

Besucher können selbst zeichnen

Am 19. August heißt ein Angebot „Zeichnen wie Humboldt“.

Teilnehmer sollen mit Stift und Papier Pflanzenstrukturen beobachten und dokumentieren.

Damit verbindet das Programm Kunst und frühe Naturforschung.

Künstler arbeiten direkt im Nationalpark

Am 20. August zeichnen Mitglieder des Pommerschen Künstlerbundes entlang der Wanderwege.

Später können Besucher selbst Aquarellmalerei, Federzeichnung und Kartondruck ausprobieren.

Die Landschaft wird dadurch nicht nur betrachtet, sondern selbst zum Atelier.

Kreideküste ist bis heute Kunstmotiv

Die besondere Wirkung der Region entsteht aus dem Kontrast zwischen weißer Kreide, dunklem Buchenwald und Ostsee.

Diese Kombination hat über Jahrhunderte Künstler angezogen.

Die Romantiktage knüpfen deshalb an eine Geschichte an, die für Sassnitz weit älter ist als der moderne Massentourismus.

Kultur und Naturschutz greifen ineinander

Dass die Veranstaltung mitten im Nationalpark stattfindet, ist kein Zufall.

Natur soll nicht zur Kulisse degradiert werden.

Die Angebote sollen zugleich vermitteln, warum diese Landschaft geschützt wird.

Quellen

Nationalpark-Zentrum Königsstuhl Pommerscher Künstlerbund Nationalpark Jasmund