Umleitung führt über zwei Hauptstraßen
Der Verkehr in Richtung Gehlsdorf wird über die Hinrichsdorfer Straße und die Gutenbergstraße umgeleitet.
Anlieger können den Dierkower Damm aus beiden Richtungen jeweils bis zum gesperrten Abschnitt befahren. Eine direkte Durchfahrt ist jedoch nicht möglich.
Autofahrer müssen zusätzliche Zeit einplanen. Besonders zu den Hauptverkehrszeiten kann die Umleitungsstrecke stärker belastet sein.
Einmündung wird vollständig erneuert
Bevor der eigentliche Radschnellweg durchgängig gebaut werden kann, muss der Knotenpunkt Bei der Knochenmühle angepasst werden.
Kreuzungen und Einmündungen gehören zu den gefährlichsten Bereichen für Radfahrer. Ein breiter Weg allein verbessert die Sicherheit nur begrenzt, wenn an den Übergängen unklare Vorfahrtsregeln oder schlechte Sicht bestehen.
Der Umbau sollte deshalb Rad-, Fuß- und Autoverkehr eindeutig voneinander führen.
Radschnellwege sollen längere Pendelstrecken ermöglichen
Ein Radschnellweg ist nicht nur für kurze Freizeitfahrten gedacht. Er soll auch auf längeren Alltagswegen eine Alternative zum Auto bieten.
Dafür benötigt er ausreichende Breite, möglichst wenige Unterbrechungen und eine Oberfläche, die bei nahezu jedem Wetter nutzbar bleibt.
Pendler müssen zügig fahren können, ohne ständig an Grundstückszufahrten, Ampeln oder unübersichtlichen Kreuzungen zu stoppen.
Gehlsdorf und Dierkow sollen besser verbunden werden
Der Dierkower Damm ist eine wichtige Verbindung zwischen östlichen Stadtteilen, Gehlsdorf und dem weiteren Rostocker Stadtgebiet.
Eine leistungsfähige Radroute kann Menschen erreichen, die bisher wegen fehlender oder unsicherer Wege das Auto nutzen.
Der Nutzen hängt jedoch davon ab, wie der neue Abschnitt später an das übrige Radwegenetz angebunden wird. Einzelne gut ausgebaute Teilstücke reichen nicht aus.
Baustelle belastet zunächst auch den Busverkehr
Straßensperrungen können neben Autofahrern auch Linienbusse, Lieferdienste und Rettungsfahrzeuge betreffen.
Änderungen im Nahverkehr müssen von der Rostocker Straßenbahn AG rechtzeitig und an den Haltestellen verständlich bekannt gegeben werden.
Besonders ältere Menschen dürfen nicht erst beim Einsteigen erfahren, dass Haltestellen verlegt oder nicht bedient werden.
Radschnellweg ist Teil größerer Verkehrswende
Rostock wächst und muss gleichzeitig Emissionen, Staus und Flächenverbrauch begrenzen.
Das Fahrrad kann dabei einen größeren Anteil übernehmen, wenn Wege sicher und direkt sind.
Ein Radschnellweg ist allerdings nur dann erfolgreich, wenn er ganzjährig gereinigt, im Winter geräumt und an Schulen, Wohngebiete sowie Arbeitsplätze angeschlossen wird.
Kosten und Zeitplan transparent darstellen
Die Stadt sollte regelmäßig über den Baufortschritt, die Gesamtkosten und weitere Bauabschnitte informieren.
Verzögerungen sind bei Tiefbauprojekten möglich, etwa durch Leitungen, Bodenverhältnisse oder zusätzliche technische Anforderungen.
Eine frühzeitige Kommunikation hilft Anwohnern und Verkehrsteilnehmern, sich auf weitere Sperrungen vorzubereiten.
Quellen
Hanse- und Universitätsstadt Rostock, „Baustart für neuen Radschnellweg am Dierkower Damm“, veröffentlicht am 24. Juli 2026
Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Baustellen- und Umleitungsinformationen für den Bereich Bei der Knochenmühle, Stand August 2026