Auf dem Neuen Friedhof Rostock gibt es künftig ein neues Gesprächsangebot für Menschen in Trauer. Unter dem Motto „reden, zuhören, schweigen“ bietet die katholische Pfarrei Herz-Jesu eine sogenannte Trauerbank an. Das Angebot richtet sich ausdrücklich an alle Menschen, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung.

Gesprächsangebot ohne große Hürden

Wie die Hanse- und Universitätsstadt Rostock unter Berufung auf die katholische Pfarrei Herz Jesu mitteilt, soll die Trauerbank ein niedrigschwelliges Angebot für Trauernde und Friedhofsbesucher sein.

Seelsorgerin Christina Innemann begleitet das Projekt. Sie verweist darauf, dass Trauer sehr unterschiedlich verarbeitet werde und Menschen häufig Unterstützung dabei brauchten, einen eigenen Weg im Umgang mit Verlust zu finden.

Reden, zuhören oder gemeinsam schweigen

Das Konzept setzt bewusst nicht auf feste Gesprächsvorgaben. Besucher können reden, zuhören oder auch einfach schweigen.

Innemann bringt nach Angaben der Pfarrei umfangreiche Erfahrung aus der Trauer- und Krisenseelsorge mit. Auch durch ihren Beerdigungsdienst kenne sie die sehr unterschiedlichen Bedürfnisse von Menschen in Trauersituationen.

Erster Termin am 19. August

Die Trauerbank befindet sich links vom Hauptweg auf dem Neuen Friedhof Rostock in der zweiten Reihe. Zunächst soll das Angebot einmal im Monat stattfinden.

Der erste Termin ist für Mittwoch, 19. August, von 10 bis 12 Uhr geplant. Weitere Termine folgen am 23. September, 12. Oktober und 4. November, jeweils ebenfalls zwischen 10 und 12 Uhr.

Angebot steht allen offen

Die Pfarrei betont ausdrücklich, dass das Gesprächsangebot nicht an eine bestimmte Konfession gebunden ist. Auch Menschen ohne religiösen Hintergrund können die Trauerbank nutzen.

Damit soll auf dem Friedhof ein Ort entstehen, an dem Trauer ohne formale Voraussetzungen angesprochen werden kann und persönliche Gespräche in ruhiger Umgebung möglich sind.

Quelle: Katholische Pfarrei Herz Jesu Rostock; Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Presse- und Informationsstelle.