Potsdams Wärmewende bekommt im Südosten der Stadt ein zweites großes Geothermieprojekt. Am Heizkraftwerk Süd laufen Tiefenbohrungen, die bis 2027 unterirdische Wärmereservoirs erschließen sollen. Das Projekt wird von Energie und Wasser Potsdam gemeinsam mit dem GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung umgesetzt.
Zweite Geothermieanlage entsteht in Potsdam
Der offizielle Bohrstart erfolgte im Juli.
Mehrere Bohrungen sollen den Untergrund für eine spätere Wärmegewinnung erschließen.
Potsdam will Fernwärme aus dem Untergrund gewinnen
Die genaue Tiefe richtet sich nach den geologischen Bedingungen.
Entscheidend sind ausreichend durchlässige Gesteinsschichten und genügend Thermalwasser.
Erste Anlage soll mehr als 6.000 Haushalte versorgen
Das bereits bestehende Projekt an der Heinrich-Mann-Allee soll künftig mehr als vier Megawatt Wärmeleistung in das Netz einspeisen.
Das entspricht nach Angaben der Projektpartner der Versorgung von mehr als 6.000 Haushalten.
EWP plant insgesamt acht Geothermieprojekte
Die Kooperation mit dem GFZ läuft bis Ende 2029.
Langfristig sollen mehrere dezentrale Geothermiestandorte einen Teil der bisherigen Kraftwerksleistung ersetzen.
Quelle
Energie und Wasser Potsdam / GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung