Potsdam erweitert seine Möglichkeiten zur Unterbringung von Menschen in akuten Wohnungsnotlagen. Im Patrizierweg im Stadtteil Stern stehen dafür 35 neu errichtete Wohnungen zur Verfügung. Wie ProPotsdam mitteilt, übernimmt die Soziale Stadt ProPotsdam den Betrieb des neuen Wohnkomplexes.

35 Wohnungen gehen an soziale Wohnhilfe

Die Wohnungen sind nicht für den regulären freien Wohnungsmarkt vorgesehen. Sie dienen der kommunalen Wohnhilfe und sollen Menschen auffangen, die ihre bisherige Unterkunft verloren haben oder aus anderen Gründen kurzfristig keine Wohnung besitzen.

Damit erweitert Potsdam seinen Bestand an Unterbringungsmöglichkeiten außerhalb klassischer Gemeinschaftsunterkünfte.

Eigenständiges Wohnen statt großer Einrichtung

Wohnungen bieten im Vergleich zu größeren Notunterkünften mehr Privatsphäre und Eigenständigkeit.

Gerade für Familien, ältere Menschen oder Personen mit besonderen sozialen Belastungen kann dies die Stabilisierung der Lebenssituation erleichtern.

ProPotsdam baut Sonderprogramm aus

Der Standort Patrizierweg gehört zu einem größeren kommunalen Wohnungsprogramm. An acht Standorten sollen insgesamt rund 480 Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen und Geflüchtete entstehen.

Nach Angaben der Stadt können dort perspektivisch mehr als 1.500 Menschen wohnen.

Wohnungen entstehen in mehreren Stadtteilen

Zum Programm gehören Projekte unter anderem am Stern, in Golm, im Schlaatz, in Fahrland und in der Waldstadt.

Dadurch soll soziale Unterbringung nicht an einem einzigen großen Standort konzentriert werden.

Wohnungsnot bleibt Herausforderung

Die Bereitstellung zusätzlicher Wohnungen löst Potsdams angespannten Wohnungsmarkt nicht grundsätzlich. Sie schafft jedoch zusätzliche Kapazitäten für Menschen, die ohne schnelle Unterstützung unmittelbar von Wohnungslosigkeit bedroht wären.

Der Patrizierweg ist damit nicht nur ein Neubauprojekt, sondern Teil der kommunalen Sozialpolitik.

Quelle:

ProPotsdam; Landeshauptstadt Potsdam.