Landwirtschaft prägt das Umland Pasewalks stärker als das Stadtbild vermuten lässt. Vom 28. bis 30. September will der Bauernverband deshalb aus dem Wirtschaftszweig einen öffentlichen Lernort machen. Geplant sind Mitmachangebote, Informationen über landwirtschaftliche Arbeit und regionale Produkte.

Das Angebot findet im Rahmen des sogenannten Höfe-Herbstes statt.

Damit soll Landwirtschaft nicht abstrakt über politische Debatten vermittelt werden, sondern möglichst praktisch.

Verbraucher sehen meist nur das Endprodukt

Milch steht im Kühlregal, Brot beim Bäcker und Fleisch in der Ladentheke.

Die Produktionsschritte davor bleiben vielen Menschen weitgehend unsichtbar.

Gerade Kindern fehlt häufig ein direkter Bezug zu landwirtschaftlichen Betrieben.

Landwirtschaft ist für Vorpommern Wirtschaftsfaktor

Rund um Pasewalk liegen große Ackerflächen und zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe.

Sie erzeugen nicht nur Lebensmittel.

Landwirtschaft beeinflusst Flächennutzung, Arbeitsplätze, Natur- und Umweltschutz sowie regionale Wertschöpfung.

Konflikte sollen verständlicher werden

Viele politische Streitfragen betreffen Bauern unmittelbar.

Düngeregeln, Pflanzenschutz, Tierhaltung, Energiepreise und Naturschutzauflagen wirken auf den Betriebsalltag.

Wer Landwirtschaft nur aus Supermarktpreisen kennt, kann solche Konflikte schwer einschätzen.

Direkter Austausch kann helfen, unterschiedliche Interessen besser zu verstehen.

Regionale Produkte verkürzen Wege

Das Programm will auch Produkte aus der Umgebung sichtbar machen.

Regionalität bedeutet allerdings nicht automatisch, dass jedes Produkt ökologischer oder günstiger ist.

Sie kann aber Transportwege verkürzen und regionale Betriebe stärken.

Quellen

Bauernverband Stadt Pasewalk