In einem der am stärksten versiegelten Mühlhäuser Wohnquartiere entsteht derzeit eine neue Grünfläche mit ungewöhnlich viel Technik. Der Quartiersgarten in der Martini-Vorstadt soll auf rund 1.400 Quadratmetern Urban Gardening, Aufenthalt, Klimaanpassung und digitale Lösungen miteinander verbinden.

Die Bauarbeiten laufen seit Ende Juni.

Erdarbeiten und Zisternen werden vorbereitet

Die bauausführende Firma bereitet aktuell Wege, Pflanzflächen und Aufenthaltsbereiche vor.

Außerdem entstehen Gruben für Zisternen, Leitungen und neue Bäume.

Das gespeicherte Wasser soll später bei der bedarfsgerechten Bewässerung helfen.

Sensoren entscheiden mit über Bewässerung

Der Garten ist Bestandteil des Mühlhäuser Smart-City-Programms.

Deshalb soll nicht ausschließlich klassische Gartentechnik eingesetzt werden.

Sensorbasierte Begrünung und automatische Bewässerung sollen erfassen beziehungsweise unterstützen, wann Pflanzen tatsächlich Wasser benötigen.

Moosfilter gegen Verkehrslärm

Die Martini-Vorstadt grenzt unmittelbar an die stark befahrene B249.

Neben herkömmlichem Lärmschutz sind deshalb spezielle Wände mit aktiven Moosfiltern vorgesehen.

Auch intelligentes Stadtmobiliar gehört zum Konzept.

Garten soll Menschen zusammenbringen

Das Projekt ist gleichzeitig sozial angelegt.

Anwohner sollen kleinere Flächen für Nutz- und Zierpflanzen verwenden können. Der Garten soll außerdem Treffpunkt für unterschiedliche Generationen und Bevölkerungsgruppen werden.

Damit investiert Mühlhausen nicht lediglich in einen weiteren Park.

Der Quartiersgarten ist ein Test dafür, wie dicht bebaute Wohngebiete mit Grün, Wasser und digitaler Technik besser auf Hitze und Klimaveränderungen vorbereitet werden können.

Quellen

Smart City Mühlhausen – Quartiersgarten Martini-Vorstadt, aktueller Projektstand Juli/August 2026.

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