Am Montag, 17. August, beginnt in Sachsen-Anhalt das Schuljahr 2026/2027 für rund 259.000 Schülerinnen und Schüler. Etwa 17.800 Kinder werden neu eingeschult. Wie das Bildungsministerium mitteilt, arbeiten an den öffentlichen Schulen des Landes derzeit 16.274 Lehrkräfte, darunter 2.739 Seiteneinsteiger.

1.223 Lehrkräfte neu eingestellt

Seit Jahresbeginn wurden nach Angaben des Ministeriums 1.223 zusätzliche Lehrkräfte eingestellt, darunter 340 Seiteneinsteiger.

Dem stehen 1.059 Abgänge gegenüber; außerdem kamen 42 Pädagogische Mitarbeiter hinzu.

Lehrkräftemangel könnte sich bis 2030 entspannen

Das Bildungsministerium geht auf Grundlage der derzeit bekannten Entwicklung davon aus, dass sich der Lehrkräftemangel bis etwa 2030 abschwächen könnte.

Zunächst soll sich die Lage vor allem an Grundschulen und Gymnasien verbessern, wobei sinkende Schülerzahlen und steigende Absolventenzahlen eine Rolle spielen.

Praxislerntage werden ausgeweitet

Zu den bislang 55 Schulen mit Praxislerntagen kommen zum neuen Schuljahr weitere 17 Standorte hinzu.

Damit nimmt inzwischen fast die Hälfte der Sekundar- und Gemeinschaftsschulen sowie eine Reihe von Förderschulen an dem Programm teil, das Schüler stärker mit Betrieben und möglichen Ausbildungswegen verbinden soll.

Lesen und Rechnen stärker im Fokus

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Basiskompetenzen Lesen und Mathematik.

Das sogenannte Leseband soll nach einer Pilotphase schrittweise an bis zu 140 Grundschulen eingeführt werden, während im Mathematikprogramm QuaMath inzwischen 252 Lehrkräfte aus 83 Schulen mitarbeiten.

Schulen erhalten neue KI-Plattform

Auch die Digitalisierung wird ausgebaut.

Mit AIS.chat stellt das Land eine datenschutzkonforme KI-Plattform für Lehrkräfte bereit, außerdem unterstützt ein digitales Lernbüro Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 mit Online-Selbstlernkursen im MINT-Bereich.

Quelle:

Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt