Eine angehende Zimmerin, eine aus Albanien eingewanderte Pflegekraft und ein früherer Tagebaubeschäftigter stehen für unterschiedliche Veränderungen in Sachsen-Anhalt. Eine neue MDR-Dokumentation begleitet sie bei ihren beruflichen Neuanfängen und zeigt, welche persönlichen Entscheidungen dahinterstehen.
Die öffentliche Filmvorführung beginnt am Donnerstag, dem 13. August 2026, um 19 Uhr im Moritzhof Magdeburg. Der Einlass startet um 18.30 Uhr. Nach der Vorführung können die Besucher mit Protagonisten, Filmschaffenden und weiteren Gesprächspartnern diskutieren. Der Eintritt ist frei, die Zahl der Plätze jedoch begrenzt.
Drei Menschen gehen beruflich neue Wege
Das 45-minütige „Umschau Extra“ begleitet Johanna Wex aus Halle, Mikela Toçka aus Dessau und Philipp Schmidt aus Farnstädt im Saalekreis.
Ihre Geschichten greifen drei gesellschaftlich bedeutende Themen auf: den beruflichen Wechsel vom Studium ins Handwerk, die Integration ausländischer Fachkräfte und die persönliche Neuorientierung im Zuge der Energiewende.
Der Film will zeigen, wie viel Mut es erfordert, einen vertrauten Lebensweg zu verlassen, beruflich neu anzufangen und Verantwortung für die eigene Zukunft zu übernehmen.
Johanna Wex beginnt Ausbildung zur Zimmerin
Die 26-jährige Johanna Wex stammt ursprünglich aus Hamburg und lebt heute in Halle. Nach ihrem Geografiestudium entschied sie sich gegen eine berufliche Laufbahn in diesem Fachgebiet.
Stattdessen begann sie eine Ausbildung zur Zimmerin. In der Dokumentation berichtet sie von anfänglicher Skepsis in Betrieben und von Vorbehalten, denen sie als junge Frau auf Baustellen begegnete.
Ihre Geschichte steht beispielhaft für Menschen, die sich trotz eines abgeschlossenen Studiums bewusst für eine praktische Berufsausbildung entscheiden. Entscheidend sei für sie eine Arbeit, bei der die Ergebnisse unmittelbar sichtbar werden.
Mikela Toçka arbeitet als Pflegekraft in Dessau
Mikela Toçka kam vor zweieinhalb Jahren aus Albanien nach Sachsen-Anhalt. Die 34-Jährige arbeitet heute als Pflegekraft im Städtischen Klinikum Dessau.
In ihrer Heimat war sie bereits als Pflegedienstleiterin in einer Notaufnahme tätig. In Deutschland muss sie sich wegen der fehlenden Anerkennung ihrer Abschlüsse und bürokratischer Hürden beruflich erneut beweisen.
Toçka verließ Albanien, um ihren Kindern mehr Sicherheit und bessere Bildungschancen zu ermöglichen. Unterstützung erhielt sie nach Angaben des MDR durch ihre Familie sowie durch Kolleginnen und Kollegen.
Ihre Geschichte zeigt sowohl den Bedarf an ausländischen Arbeitskräften als auch die Schwierigkeiten, die mit Einwanderung, beruflicher Anerkennung und Integration verbunden sind.
Vom Tagebau zur Windenergie
Philipp Schmidt aus Farnstädt steht für den Wandel der Energiebranche. Der 33-Jährige absolvierte zunächst eine Ausbildung im traditionellen Tagebau und gab später seinen sicheren Arbeitsplatz auf.
Heute arbeitet er als Techniker in der Windkraft. In seiner Heimatgemeinde sorgen 22 Windräder zugleich für Diskussionen.
Schmidt kennt damit sowohl die frühere Bedeutung der Kohle als auch die beruflichen Chancen der Energiewende. Seine Geschichte soll zeigen, dass der Aufbau neuer beruflicher Perspektiven nicht zwangsläufig einen Abschied von der eigenen Heimat bedeuten muss.
Diskussion über Ausbildung, Migration und berufliche Perspektiven
Nach der Vorführung können Besucher mit Beteiligten vor und hinter der Kamera ins Gespräch kommen. Thematisch soll es unter anderem um Ausbildung und Studium, berufliche Perspektiven, Migration und gesellschaftliche Veränderungen gehen.
Als Gesprächspartner sind MDR-Redakteur Dirk Heinemann, Autorin Marie Brand und Protagonist Philipp Schmidt angekündigt.
Moderiert wird die Veranstaltung von MDR-Chefredakteurin Christin Bohmann. Auch MDR-Programmdirektor Boris Lochthofen soll anwesend sein.
Film entstand über mehrere Wochen
Für die Dokumentation wurden die drei Protagonisten über mehrere Wochen begleitet.
Zum Autorenteam gehören Marie Brand, Marius Dahmen, Anne Golle, Max Koterba und Philipp Lakomy. Die redaktionelle Verantwortung lag bei Dirk Heinemann.
Die Dokumentation verbindet persönliche Porträts mit größeren gesellschaftlichen Fragen. Dabei geht es um Fachkräftegewinnung, berufliche Bildung, die Anerkennung ausländischer Abschlüsse und den wirtschaftlichen Strukturwandel.
Anmeldung bis zum 12. August
Interessierte können sich bis Mittwoch, den 12. August 2026, für die Veranstaltung anmelden. Wegen der begrenzten Kapazität ist eine frühzeitige Registrierung empfehlenswert.
Die Filmvorführung findet am 13. August um 19 Uhr im Moritzhof am Moritzplatz 1 in Magdeburg statt. Der Einlass beginnt um 18.30 Uhr. Der MDR bestätigt die kostenlose Veranstaltung und die begrenzte Platzzahl auf seiner offiziellen Anmeldeseite.
Für Medienvertreter gilt eine gesonderte Anmeldefrist bis zum 11. August. Die Anmeldung erfolgt beim Kommunikations- und Mediendesk des MDR.
Ausstrahlung am 18. August im MDR
Nach der Veranstaltung wird die Dokumentation in der ARD Mediathek bereitgestellt. Im MDR-Fernsehen ist „Umschau Extra: Alles auf Zukunft – Sachsen-Anhalt im Umbruch“ am Dienstag, dem 18. August 2026, um 20.15 Uhr zu sehen.
Die Pressemitteilung kündigt für den Moritzhof eine Vorführung des 45-minütigen Films an. Auf der offiziellen MDR-Veranstaltungsseite ist teilweise von einer Preview mit ausgewählten Filmausschnitten die Rede. Besucher sollten deshalb beachten, dass die beiden MDR-Angaben zum genauen Umfang der Vorführung voneinander abweichen.
Quellen
• Mitteldeutscher Rundfunk: Medieninformation „MDR-Doku ‚Alles auf Zukunft – Sachsen-Anhalt im Umbruch‘ – Filmvorführung mit Podiumsdiskussion am 13. August“, veröffentlicht im August 2026. • Mitteldeutscher Rundfunk: Veranstaltungsinformation „Exklusive Einblicke in die Dokumentation ‚Umschau Extra: Alles auf Zukunft – Sachsen-Anhalt im Umbruch‘ in Magdeburg“, Stand 27. Juli 2026.