Im Landkreis Dahme-Spreewald sind weitere Fälle der Amerikanischen Faulbrut bei Bienen bestätigt worden. Das Kreisveterinäramt hat seine Maßnahmen ausgeweitet, nachdem die Tierseuche ursprünglich am 13. Juli nahe Mittenwalde festgestellt worden war.

Sieben Bienenstände in Sperrbezirken betroffen

Wie der Landkreis Dahme-Spreewald mitteilt, sind in den beiden Sperrbezirken inzwischen sieben Bienenstandorte mit insgesamt 40 Völkern betroffen. Zusätzlich wurde ein größeres Untersuchungsgebiet festgelegt.

Dort befinden sich 109 bei der Veterinärbehörde registrierte Bienenstandorte mit insgesamt 410 Völkern. Die Imker müssen von ihren Völkern und gebildeten Ablegern Proben entnehmen.

Proben müssen bis 30. August vorliegen

Die Proben sollen nach Angaben des Landkreises bis zum 30. August zur Untersuchung abgegeben werden. Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz hat zusätzlich Bekämpfungsmaßnahmen erlassen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Situation auch deshalb, weil in einem der Fälle zahlreiche Bienenvölker vermutlich infolge der Faulbrut verendet sind. Im Spätsommer steigt zudem das Risiko einer Weiterverbreitung zwischen Bienenvölkern.

Amerikanische Faulbrut trifft Bienennachwuchs

Die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Tierseuche der Honigbienen. Besonders betroffen ist die Brut in den Waben; für Menschen besteht durch den Verzehr von Honig keine entsprechende Erkrankungsgefahr.

Der Landkreis fordert Imker im betroffenen Gebiet deshalb auf, die angeordneten Untersuchungen konsequent durchzuführen und Auffälligkeiten an den Bienenvölkern zu melden.

Quelle: Landkreis Dahme-Spreewald