Zwei mutmaßliche Dieseldiebe sind auf einem Firmengelände in Löbau unmittelbar nach der Tat von der Polizei gestellt worden. Die 31 und 37 Jahre alten Männer sollen aus einem abgestellten Lastwagen insgesamt rund 120 Liter Kraftstoff abgezapft haben.
Nach Angaben der Polizei hatten die Tatverdächtigen bereits zehn Kanister mit jeweils zwölf Litern Diesel gefüllt. Die Behälter standen offenbar zum Abtransport bereit, als Einsatzkräfte auf dem Gelände eintrafen.
Polizei trifft Verdächtige noch am Tatort an
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht auf einem gewerblich genutzten Grundstück. Wie die Polizei mitteilte, konnten die beiden Männer noch vor Ort angetroffen werden.
Der Wert des gestohlenen Kraftstoffs wurde mit rund 230 Euro angegeben. Hinzu können mögliche Schäden am Lastwagen, dessen Tankanlage oder am Firmengelände kommen. Dazu lagen zunächst keine genaueren Angaben vor.
Gegen die beiden Männer wird wegen des Verdachts des Diebstahls ermittelt. Ob sie bereits zuvor wegen ähnlicher Taten aufgefallen waren, teilten die Behörden nicht mit.
Kraftstoffdiebstahl belastet Unternehmen mehrfach
Für betroffene Betriebe besteht der Schaden nicht allein im Wert des gestohlenen Diesels. Werden Tanks, Leitungen oder Verschlüsse beschädigt, können zusätzliche Reparaturkosten entstehen.
Auch der Betriebsablauf kann beeinträchtigt werden. Fehlt einem Lastwagen am Morgen Kraftstoff oder muss das Fahrzeug zunächst untersucht werden, können Lieferungen und Arbeitseinsätze ausfallen oder sich verspäten.
Hinzu kommen Sicherheitsrisiken. Unsachgemäß abgezapfter Diesel kann austreten und Boden oder Abwasser verunreinigen. Gefüllte Kanister stellen zudem eine erhebliche Brandlast dar.
Abgelegene Firmengelände besonders gefährdet
Kraftstoffdiebe suchen häufig nachts oder an Wochenenden nach abgestellten Lastwagen, Baumaschinen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Besonders gefährdet sind schlecht beleuchtete oder außerhalb geschlossener Ortschaften gelegene Betriebsflächen.
Unternehmen können das Risiko mit stabilen Tankverschlüssen, Bewegungsmeldern, Beleuchtung und Videoüberwachung verringern. Auch regelmäßige Kontrollgänge und eine genaue Dokumentation der Tankstände können helfen.
Die Polizei empfiehlt, verdächtige Personen oder Fahrzeuge nicht selbst zu verfolgen. Beobachtungen sollten möglichst genau festgehalten und umgehend über den Notruf gemeldet werden.
Festnahme verhindert höheren Schaden
Im Löbauer Fall verhinderte das schnelle Eingreifen der Polizei offenbar, dass die bereits gefüllten Kanister abtransportiert wurden. Dadurch blieb der materielle Schaden vergleichsweise begrenzt.
Der Vorfall zeigt dennoch, dass auch kleinere und mittlere Unternehmen ihre Betriebsgelände gegen nächtliche Diebstähle sichern müssen. Steigende Kraftstoffpreise machen Diesel für Täter weiterhin attraktiv.
Quellen
Polizeidirektion Görlitz: Angaben zum mutmaßlichen Dieseldiebstahl auf einem Firmengelände in Löbau.