Metallplatten, Schrauben und andere medizinische Implantate müssen häufig in einer zweiten Operation entfernt werden. Abbaubare Werkstoffe könnten Patienten diesen Eingriff künftig ersparen.
Forschung erhält DFG-Unterstützung
Dr. Yuliya Khrunyk von der Universität Leipzig forscht mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft an biologisch abbaubaren Implantat-Materialien. Die Universität stellte das Projekt Ende Juli vor.
Untersucht wird, wie Werkstoffe im Körper ausreichend stabil bleiben und sich später kontrolliert auflösen können.
Abbau darf weder zu früh noch zu spät erfolgen
Ein Implantat muss Knochen oder Gewebe während der Heilung zuverlässig stabilisieren. Wird es zu schnell abgebaut, verliert es seine Funktion. Bleibt es zu lange bestehen, entfällt der Vorteil gegenüber herkömmlichen Materialien.
Auch die entstehenden Abbauprodukte müssen für den Körper gut verträglich sein.
Weniger Operationen könnten Patienten entlasten
Eine vermiedene Folgeoperation senkt Schmerzen, Narkoserisiken und Krankenhausaufenthalte. Gleichzeitig könnten Kosten im Gesundheitssystem reduziert werden.
Bis zu einer breiten klinischen Anwendung sind jedoch umfangreiche Materialprüfungen und medizinische Studien notwendig.