Die ab Montag geltende Sperrung der Unstrut unter der Karsdorfer L177-Brücke trifft einen Wirtschaftszweig, der für die Region im Sommer zunehmend wichtig ist: den Aktiv- und Wassertourismus. Die Strecke bleibt für die direkte Durchfahrt bis zum 28. August gesperrt.
Damit Kanufahrer ihre Touren nicht vollständig abbrechen müssen, werden geeignete Aus- und Einstiegsmöglichkeiten eingerichtet. Kleine Boote sollen dort aus dem Wasser genommen, an der Baustelle vorbeigetragen und anschließend wieder eingesetzt werden können.
Kompromiss zwischen Baustellensicherheit und Tourismus
Für größere Boote ist eine solche Lösung naturgemäß schwieriger. Die Einschränkung wird deshalb nicht jeden Nutzer gleich treffen.
Die Region Saale-Unstrut vermarktet ihre Flüsse ausdrücklich als Bestandteil des Aktivtourismus. Kanufahrten gehören ebenso dazu wie Radwege, Weinangebote und kulturhistorische Ziele.
Schon beim früheren Brückenabriss war versucht worden, den Wassertourismus so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Der Burgenlandkreis hatte darauf hingewiesen, dass sich die Arbeiten nicht vollständig außerhalb der Hauptsaison legen ließen. Unter anderem spielen dabei Leitungen der Fernwärmeversorgung eine Rolle.
Für Betriebe, die Boote vermieten oder Touren organisieren, kommt es deshalb darauf an, Gäste rechtzeitig über die Umtragestelle zu informieren.
Quellen
Saale-Unstrut-Tourismus Burgenlandkreis Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt
###