Kreistag setzt Priorität bei medizinischer Versorgung

Kamenzer Geburtsklinik bleibt vorerst erhalten – Busangebot wird dafür gekürzt

Der Weiterbetrieb der Kamenzer Geburtsklinik ist zunächst gesichert. Zur Finanzierung werden jedoch seit Juli Angebote im Wochenend- und Ferienverkehr des öffentlichen Nahverkehrs reduziert.

Von Pressemitteilung 2 Min. Lesezeit

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Der Kamenzer Kreißsaal kann vorerst weiterarbeiten. Nach intensiven politischen Beratungen entschied sich der Landkreis Bautzen für den Erhalt des medizinischen Angebots. Die Finanzierung hat jedoch Folgen: Seit dem 1. Juli werden einzelne Verbindungen im Wochenend- und Ferienverkehr des öffentlichen Nahverkehrs reduziert.

Breites Bündnis kämpfte für den Standort

Für den Erhalt der Geburtsklinik hatten sich Kommunalpolitiker, medizinisches Personal und zahlreiche Einwohner eingesetzt.

Unterstützt wurde die Forderung unter anderem durch das „Bündnis für Zukunft“, Hebammen, Ärzte, Pflegekräfte und den Verein Mother Hood. Auch der Kamenzer Stadtrat stellte sich hinter den Weiterbetrieb.

Kreistag musste Prioritäten setzen

Die Entscheidung zeigt den finanziellen Druck, unter dem der Landkreis steht.

Nach Darstellung der Stadt war der Erhalt der Geburtsklinik nur möglich, weil der Kreistag an anderer Stelle Einsparungen akzeptierte. Betroffen sind Angebote des Busverkehrs an Wochenenden und während der Ferien.

Medizinische Nähe bleibt erhalten

Für werdende Eltern aus Kamenz und dem ländlichen Umland ist ein erreichbarer Kreißsaal von großer Bedeutung.

Längere Wege zu Geburtskliniken können besonders bei schnellen Geburtsverläufen oder medizinischen Komplikationen problematisch werden. Der Weiterbetrieb sichert deshalb nicht nur Arbeitsplätze, sondern einen wichtigen Teil der regionalen Gesundheitsversorgung.

Kürzungen treffen ebenfalls den ländlichen Raum

Der Preis für den Erhalt ist politisch umstritten.

Gerade Menschen ohne eigenes Auto sind auf Busse angewiesen. Weniger Verbindungen an Wochenenden und in den Ferien können Jugendliche, Senioren, Beschäftigte und Familien treffen.

Vorerst gesichert bedeutet noch keine dauerhafte Lösung

Die Klinik bleibt nach dem aktuellen Beschluss zunächst bestehen. Eine langfristige Garantie ist damit jedoch nicht automatisch verbunden.

Entscheidend werden Geburtenzahlen, Personalverfügbarkeit, Krankenhausfinanzierung und die weitere Entwicklung des kommunalen Haushalts sein. Der Landkreis muss deshalb dauerhaft klären, wie sowohl medizinische Versorgung als auch Mobilität im ländlichen Raum gesichert werden können.

Quellen

  1. Stadt Kamenz: Weiterbetrieb der Geburtsklinik vorläufig gesichert.
  2. Beschluss und Beratungen des Kreistages Bautzen zur medizinischen Versorgung und zum ÖPNV.

Themen: ÖPNVMedizinische VersorgungKrankenhausBusverkehrKreißsaalKamenzGeburtsklinikKreistag Bautzen

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