Der Schwalbenstein am Goethewanderweg bei Ilmenau ist wieder für Besucher geöffnet. Die markante Schutzhütte auf dem Felsen wurde umfassend restauriert. Seit dieser Woche können Wanderer wieder den Blick über das Ilmtal bis zum Kickelhahn genießen, nachdem zuvor Schäden an der Holzkonstruktion beseitigt worden waren.
Schutzhütte grundlegend restauriert
Wie die Stadt Ilmenau mitteilt, wurde die Holzkonstruktion des beliebten Ausflugsziels am Goethewanderweg grundlegend aufgearbeitet. Möglich wurde die Maßnahme durch die Bewilligung eines Projektantrags der Stadt durch die Landesforstanstalt.
ThüringenForst engagiert sich seit 2018 im Auftrag des zuständigen Thüringer Ministeriums bei der Pflege von Wanderwegen der Kategorien A und B. Gefördert werden Maßnahmen, die einen deutlichen Mehrwert für den Wandertourismus schaffen.
Schäden hatten Grundkonstruktion erreicht
Bei der Überprüfung der Schutzhütte waren erhebliche Schäden festgestellt worden. Ein Teil der Rundhölzer war morsch, zudem war Wasser hinter die Verschalung gelangt und hatte bereits die Grundkonstruktion angegriffen.
Bereits im vergangenen Jahr wurde die Holzbrücke zum Aussichtspunkt auf dem Felsen neu aufgebaut. Die aktuelle Restaurierung vervollständigt damit die Arbeiten an dem markanten Punkt des Wanderweges.
Konstruktion soll länger halten
Mit den Arbeiten an der Schutzhütte war die Zimmerei Pohl beauftragt. Nach Angaben des Unternehmens wurden mehrere konstruktive Details verbessert, um den Holzschutz dauerhaft zu erhöhen.
Unter anderem wurden Wasserabläufe in die Fassade eingebaut, damit die darunterliegenden Schwellen besser geschützt werden. Rund zehn Prozent der Elemente der ursprünglichen Holzkonstruktion mussten bei der aktuellen Maßnahme ausgetauscht werden.
Aussichtspunkt hat besondere Goethe-Geschichte
Der Schwalbenstein ist nicht nur ein touristischer Aussichtspunkt, sondern auch eng mit Johann Wolfgang von Goethe verbunden. Der Dichter hielt sich dort während seiner Aufenthalte in Ilmenau mehrfach auf.
Nach Angaben der Stadt schrieb Goethe am 19. März 1779 auf dem Schwalbenstein den vierten Akt seiner „Iphigenie“.
Die Stadt bewertet die Erneuerung des Aussichtspunktes deshalb auch als wichtigen Schritt für den Tourismus. Der Schwalbenstein gehört zum ersten zertifizierten Wanderweg Thüringens und bietet einen weiten Blick über das Tal der Ilm von Manebach bis Ilmenau sowie auf den gegenüberliegenden Kickelhahn.
Quelle: Stadtverwaltung Ilmenau, Medieninformation vom 12. August 2026.