Mit dem Regionalen Gesundheits- und Notfallzentrum entsteht in Hettstedt ein neues Modell für die medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Das Projekt verbindet eine moderne Rettungswache mit ambulanter Behandlung, Primärversorgung und digitalen medizinischen Angeboten. Kooperationspartner des Landkreises sind die Helios Kliniken Mansfeld-Südharz.

Rettungsdienst und Ärzte arbeiten an einem Standort

Patienten sollen künftig schneller an die jeweils geeignete medizinische Stelle vermittelt werden.

Nicht jeder Fall, der heute in einer Notaufnahme landet, benötigt eine stationäre Krankenhausbehandlung. Eine ambulante Anlaufstelle kann leichtere Fälle übernehmen, während Rettungsdienst und Klinik ihre Kapazitäten auf tatsächliche Notfälle konzentrieren.

Telemedizin soll fehlende Fachärzte teilweise ausgleichen

Zum Konzept gehören digitale Sprechstunden und telemedizinische Anwendungen.

Ärzte können dadurch Befunde mit Spezialisten an anderen Standorten besprechen. Das ersetzt keine persönliche Untersuchung, kann aber unnötige Wege vermeiden und die Versorgung in Regionen mit wenigen Facharztpraxen verbessern.

Projekt soll Gesundheitsstandort langfristig stärken

Der Landkreis bezeichnet REGENT als klares Bekenntnis zum Gesundheitsstandort Hettstedt.

Entscheidend wird sein, ob nach der Fertigstellung ausreichend Ärzte, Pflegekräfte und Rettungsdienstmitarbeiter zur Verfügung stehen. Ein modernes Gebäude allein kann den Fachkräftemangel nicht lösen. Es kann jedoch bessere Arbeitsbedingungen und neue Formen der Zusammenarbeit schaffen.

Quellen

  1. Landkreis Mansfeld-Südharz: Spatenstich für das Strukturwandelprojekt REGENT Hettstedt, März 2026.
  2. Landkreis Mansfeld-Südharz und Helios Kliniken: Planungen für Rettungswache und ambulantes Versorgungszentrum.