Der Eichenprozessionsspinner breitet sich im Landkreis Stendal weiter aus. Havelberg bereitet deshalb bereits die Bekämpfung für 2027 vor und bittet private Grundstückseigentümer um Meldungen befallener Bäume.

Befall muss bis 31. August gemeldet werden

Wie die Hansestadt Havelberg mitteilt, können private Eigentümer betroffene Eichen bis zum 31. August melden. Berücksichtigt werden vor allem Bäume an Orten, an denen Menschen durch die Raupen gefährdet werden können.

Dazu gehören Ortslagen, Straßen, Wege, Waldränder und Bereiche in der freien Landschaft. In der Meldung müssen der genaue Standort und die gewünschte Form der Bekämpfung angegeben werden.

Vier Verfahren stehen zur Verfügung

Für die Bekämpfung kommen mehrere Methoden infrage. Möglich sind das mechanische Absaugen sowie eine Biozidbehandlung vom Boden oder aus der Luft.

Als biologische Alternative können Nematoden eingesetzt werden. Die konkrete Methode wird mit den zuständigen Stellen abgestimmt und muss die geltenden Biozid- und Naturschutzvorschriften erfüllen.

Brennhaare können Menschen gefährden

Das Gesundheitsrisiko geht von den feinen Brennhaaren der Raupen aus. Deshalb organisiert der Landkreis Stendal auch 2027 eine koordinierte Bekämpfung gemeinsam mit Kommunen und Forstbehörden.

Private Eigentümer müssen eine schriftliche Kostenübernahmeerklärung abgeben. Ohne diese Erklärung kann der betreffende Baum nicht in den Maßnahmenplan für 2027 aufgenommen werden.

Quelle: Hansestadt Havelberg, Landkreis Stendal